Teddybär wird ärztlich versorgt

APA/ROBERT JÄGER

Im Schatten der Erwachsenen

Die Herausforderungen der Kindermedizin (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Wenn Kinder krank werden, ist das gesamte Familiensystem betroffen. Dem müssen Pädiater Rechnung tragen. Die jungen Patienten aus dem Familienverband heraus zu nehmen, ist nur im äußersten Notfall ratsam. Wenn alles gut läuft, wird Kindermedizin vor allem präventiv eingesetzt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wie der Mutter - Kind Pass haben die Säuglingssterblichkeit in den vergangenen Jahrzehnten drastisch reduziert.

Schwierig wird es dann, wenn Kinder ernsthaft krank werden. Besonders die pharmakologische Versorgung ist unzureichend. Denn es gibt kaum Medikamente, die in klinischen Studien an Kindern getestet worden sind. Diese ethische Richtlinie dient dem Schutz von Kindern. Gleichzeitung verhindern sie aber, dass kindergerechte Medikamente entwickelt wurden. Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.

Beeinflusst durch Wachstum und Entwicklung unterscheidet sich ihr Stoffwechsel von dem adulter Menschen. Ähnlich schwierig ist darum auch die Lage in der Kinder und Jugendpsychiatrie. Wenige und unzureichende Medikamentierungen stehen den Psychiatern zur Verfügung. Der Fokus auf psychotherapeutische Behandlung ist zwar in vielen Fällen erfolgreich, den Kostenträgern allerdings zu teuer. Neue Ansätze werden gesucht, diese Mängel zu kompensieren und für Kinder und Jugendliche bedarfsorientierte Gesundheitskonzepte zu entwickeln.

Service

Links:

Ambulatorium Augarten

Politische Kindermedizin

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Wien

Kinderordination Alsergrund

Kinderarztpraxis Schumanngasse

Selbsthilfe "Lobby 4 Kids"

Ambulatorium Sonnenschein St. Pölten

Kinder- und Jugendpsychiatrie Wien AKH

Ambulatorium des PSD Wien

LKL Mödling Hinterbrühl

Universitätsklinikum Tulln

MedUni Wien



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