Maurice von Bilderbuch

APA/HERBERT PFARRHOFER

Lexikon der österreichischen Popmusik

Bilderbuch, Conchita, EAV, Kreisky (1). Gestaltung: Al Bird, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang, Walter Gröbchen

Im Januar 2017 hat das Radiokolleg das Lexikon der österreichischen Popmusik gestartet. Von "Ambros bis Qualtinger" von "Danzer bis Wanda" wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt.

Bilderbuch - Die Pop-Arena als Abenteuerspielplatz
Bilderbuch ist die vielleicht wichtigste Band der neuen Welle österreichischer Popmusik des neuen Jahrtausends. Gegründet 2005 noch als Schulband in Kremsmünster, veröffentlichte das Quartett rund um Sänger Maurice Ernst anno 2009 sein Debutalbum "Nelken und Schillinge", das noch stark nach Indie-Rock-Provinz klang.

Trotz Achtungserfolgen gelang aber erst 2013 der Durchbruch mit den Singles "Plansch" und "Maschin'" - und das auch jenseits der Grenzen. Die Süddeutsche Zeitung etwa vermerkte: "Diese Musik ist geil, weil sie geil ist. Man muss das hören". Zum veränderten Sound und zur verstärkten Wahrnehmung hatten auch Personalwechsel inner- und außerhalb der Band geführt: etwa der neue Schlagzeuger Philipp Scheibl und Produzent Zebo Adam. Gemeinsam mit Maurice Ernst, dem Gitarristen Michael Krammer und dem Bassisten Peter Horazdovsky entwickelte man eine künstlerische Kontur, die Einflüsse aus HipHop, Funk, R'n'B sowie elektronischer Musik integriert und zu einem einzigartigen Klang-Amalgam fusioniert.

Dazu gesellen sich innovative Videos unter Federführung des Regisseurs Antonin B. Pevny. Weitere Alben wie "Magic Life" und aktuell "Mea Culpa" und "Vernissage My Heart" etablierten Bilderbuch als einen der spannendsten, eigenwilligsten und risikofreudigsten, dabei aber auch kommerziell erfolgreichsten Pop-Acts im deutschsprachigen Raum. "Das ist so cool wie Falco zu seinen besten Zeiten", konstatierten die Salzburger Nachrichten, "ohne sich um Trends zu scheren. Hier wird der Blick nur kompromisslos nach vorne gerichtet".
Gestaltung: Walter Gröbchen

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