Porträt von Michael Lagger

LIZZ KROBATH

Mit.Schnitt

Musik aus dem RadioKulturhaus. Michael Lagger Trio.
Gestaltung: Jörg Duit

Die Neugierde auf den Abend im RadioKulturhaus mit diesem aus Kärnten stammenden Jazzpianisten war groß, musste doch der ursprüngliche Termin krankheitshalber abgesagt werden. Michael Lagger hat einen Hang zur Poesie, und das ist nicht nur ganz real gemeint, wenn er sich etwa auf einen Dialog zu Texten von Clemens J. Setz oder der jungen Grazerin Mona Fischer einlässt, sondern die Poesie, die Nähe zum geschriebenen poetischen Wort ist auch wahrzunehmen, wenn dieses nicht explizit da ist.

Der Fantasie weiteren Platz erlaubend könnte man sagen, Laggers Klavierspiel ist - ähnlich einem Klangkino für die Ohren - mit der zu lebendigen, berührbaren Bildern gewordenen Lektüre eines erquicklichen, durchaus auch abgrundreichen Buches zu vergleichen, gesetzt den Fall, man kann sich darauf einlassen.

Sehr spannend, keineswegs vereinnahmend, schon gar nicht bemüht. Und dies gilt auch für seine Mitmusiker Philipp Kopmajer am Schlagzeug und - in Vertretung für Kontrabassist Lukas Raumberger - dessen slowenischer Kollege Matej Hotko.

(aufgenommen am 23. November 2018 im Rahmen der Reihe 5 Millionen Pesos)

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