Blutprobe

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Kleiner Stich mit großen Folgen?

Tumult um einen neuen Trisomie-Test
Von Marlene Nowotny

Ein kleiner Stich mit der Kanüle, ein Röhrchen voll Blut, und die Schwangere weiß mit hoher Wahrscheinlichkeit, ob ihr ungeborenes Kind eine chromosomale Veränderung hat. Die Trefferquote liegt über 99 Prozent. Drei Erbkrankheiten können mit dem neuen Bluttest festgestellt werden, der seit 2012 in Europa auf dem Markt ist: Die seltenen Trisomien 13 und 18 und Trisomie 21, das Down-Syndrom. Noch müssen zukünftige Eltern diesen Bluttest aus eigener Tasche finanzieren. Doch das könnte sich bald ändern.

In einigen europäischen Ländern wird bereits darüber debattiert, diese Form der pränatalen Diagnostik von der Krankenkasse übernehmen zu lassen. Befürworter argumentieren, dass die wesentlich gefährlichere Fruchtwasseruntersuchung bereits heute eine Krankenkassenleistung ist. Zahlt die Kasse den Bluttest, könnte man außerdem eine verpflichtende Beratung daran binden. Die Gegner kontern, dass werdende Eltern unter Druck gesetzt würden und die Zahl der Abtreibungen steigen könnte. Wie steht es in Österreich um diese Debatte?

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