Symbolische Darstellung von Engai

ORF/ISABELLE ORSINI-ROSENBERG

Ngai - Himmelsgott der Massai

In den Mythen der ostafrikanischen Volksgruppe der Massai wird folgende Geschichte erzählt.

"Einst als Erde und Himmel noch nicht getrennt waren, lebte Ngai auch auf Erden. Ihm gehörten alle Rinder. Eines Tages aber brachen Himmel und Erde auseinander, Ngai eilte zum Himmel, aber dort gab es nichts für seine Rinder zu fressen. Also ließ er sie an einem Seil aus den Wurzeln eines wilden Feigenbaumes wieder hinab zur Erde. Ngai trug den Massai auf, sich um die Rinder zu kümmern - die nun alle ihnen gehören sollten. Auch andere Gaben schickte er zur Erde, bis das Seil durchschnitten wurde."

Dadurch wurde die direkte Verbindung von Gott und den Menschen beendet. "In der Folge zieht sich die Gottheit zurück und wird zu einem müßigen Gott, der sich nicht allzu viel um die Angelegenheiten der Menschen kümmert", wie Religionswissenschaftler Gerald Hödl von der Universität Wien erzählt.

Andrea Eckert und Florian Teichtmeister werden die Sendereihe mit ihren Stimmen bereichern, Wissenschafter/innen von der Österreichischen Gesellschaft für Religionswissenschaft stellen ihre Expertise zur Verfügung. Ende August werden alle 28 Folgen als Doppel-CD erscheinen.

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