Anklang

"Der schwärzeste aller Bässe" - Erinnerungen an Gottlob Frick. Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Piotr Iljitsch Tschaikowsky, Fromental Halévy u.a. Gestaltung: Michael Blees.

Vom Dirigenten Wilhelm Furtwängler soll der Ausspruch vom "schwärzesten aller Bässe" in Bezug auf Gottlob Frick stammen. 1906 in Ölbronn in Baden-Württemberg geboren, begann er seine Karriere 1934 in Coburg, später zählte er zu den führenden Künstlern der Dresdner Semperoper, und wurde nach dem Krieg, in den 1950er- und 1960er-Jahren in aller Welt gefeiert, an der Wiener Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen, genauso wie in Bayreuth, Mailand, Paris, London und an der New Yorker Met. Vor allem die Basspartien bei Wagner, Beethoven und Mozart waren seine Domäne; im Grunde reichte sein Repertoire aber von Händel bis zur Moderne, Abstecher ins Unterhaltungs-fach inklusive.

Die füllige Stimme und das tiefschwarze Timbre des vor 25 Jahren, im August 1994, verstorbenen Künstlers ist in zahlreichen Referenz-Aufnahmen, beispielsweise unter Solti, Klemperer, Krips und Giulini festgehalten, die beim Wiederhören an die Worte des sonst so kritischen Stimmexperten Jürgen Kesting denken lassen: "Es liegt eine Kraft, Energie, Sicherheit und Zuversicht in diesem Singen, über die nur ein Meistersinger gebietet."

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