Symbolische Darstellung der Gottheit Aton

ORF/ISABELLE ORSINI-ROSENBERG

Aton - Sonnengott der Ägypter

"Du erscheinst schön im Horizonte des Himmels, du lebende Sonne, die zuerst lebte. Du gehst auf im östlichen Horizonte und füllest jedes Land mit deiner Schönheit. Du bist schön und groß und funkelst und bist hoch über jedem Lande. Deine Strahlen, die umarmen die Länder, soweit du nur etwas geschaffen hast."

Der Sonnengesang des Echnaton huldigt dem einen Gott, der Sonne, dem Licht. Der Pharao Echnaton ging in die Geschichte als revolutionärer Geist ein. Zu seiner Zeit, im 14. Jahrhundert vor der Zeitrechnung, blieb in Ägypten politisch wie religiös kein Stein auf dem anderen. Es kam zum Bruch mit den Priestern und den bereits seit tausend Jahren verehrten Göttern. Echnaton ließ Tempel für den Sonnengott Aton und eine völlig neue Stadt auf dem Reißbrett entwerfen - mit der Argumentation:

"Es wurde ihm von Aton selbst offenbart. Der Auftrag kommt aus einer tiefen, persönlichen Beziehung des Pharaos mit dem Gott. Diese Abgrenzung gegen die Priester und Beamte des Amun-Tempels könnte auch politisch motiviert gewesen sein", sagt der Religionswissenschaftler Wolfram Reiss von der Universität Wien.

Andrea Eckert und Florian Teichtmeister werden die Sendereihe mit ihren Stimmen bereichern, Wissenschafter/innen von der Österreichischen Gesellschaft für Religionswissenschaft stellen ihre Expertise zur Verfügung. Ende August werden alle 28 Folgen als Doppel-CD erscheinen.

Service

Österreichische Gesellschaft für Religionswissenschaft

Sendereihe

Gestaltung