Aquarell Farben vermischen sich auf einem Papier

ORF/ISABELLE ORSINI-ROSENBERG

Der unbekannte Gott

Der unbekannte Gott wird erstmals in der Apostelgeschichte des Neuen Testaments genannt, der christliche Missionar Paulus, ein gebürtiger Jude mit römischem Bürgerrecht und Zeitgenosse des Jesus von Nazareth, entdeckt bei seinem Aufenthalt in Athen einen Altar mit der Aufschrift: Einem unbekannten Gott.

Nach der Reise in unterschiedliche Götterwelten und durch die Zeiten - stellt sich die Frage: Haben Menschen das Bedürfnis, sich Gottheiten oder einer höheren Macht zuzuwenden?

"Nachdem Götter, Göttinnen und göttliche Mächte untrennbar mit Religion verbunden sind, kann man die fundamentalere Frage stellen: Sind Menschen von Grund auf religiös? Wenn man Religion definiert als Suche nach Orientierung und Sinn, nach Transzendenz der Alltagswirklichkeit, dann steckt im Begriff der Transzendenz immer die Frage nach göttlicher Macht. Menschen sind soziale Wesen und daher gibt es, meiner Meinung nach, ein starkes Bedürfnis die Sehnsucht oder Erfahrung einer transzendentalen Kraft zu personifizieren. Man muss aber auch zur Kenntnis nehmen, dass ein großer Prozentsatz von Menschen in der modernen Gesellschaft dieses Bedürfnis nicht verspüren, " sagt die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Religionswissenschaft, Birgit Heller.

Andrea Eckert und Florian Teichtmeister werden die Sendereihe mit ihren Stimmen bereichern, Wissenschafter/innen von der Österreichischen Gesellschaft für Religionswissenschaft stellen ihre Expertise zur Verfügung. Ende August werden alle 28 Folgen als Doppel-CD erscheinen.

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