Symphonien als Inhaltsverzeichnisse

Havergal Brian - der Preis der Kompromisslosigkeit. - Gestaltung: Peter Kislinger und Jorge Lopez

Wie kommt es, dass die Musik des aus der englischen Arbeiterklasse stammenden Unangepassten noch bis heute von manchen sehr unterschiedlich beurteilt wird? Musik von stupender Originalität, völlig unorthodox, so die einen; bizarr, skurril, holprig und sperrig, so andere. Antworten geben u. a. der Komponist Jorge Lopez und Martyn Brabbins, der prominenteste Dirigent, der in den letzten Jahren Brians Musik im Konzert und auf CD mit Leidenschaft dirigiert hat.

Brian vollendete im Alter von 51 seine erste Symphonie. Uraufgeführt wurde sie, die monumentale "Gothic Symphony", als er 85 war. 1954 war der aus der englischen Arbeiterklasse stammende Havergal Brian vom Komponisten Robert Simpson wiederentdeckt worden, der damals für die BBC, die britische Rundfunkanstalt, arbeitete.

Beginnend mit Brians 78. Lebensjahr entstanden innerhalb von acht Jahren nach seinen ersten elf weitere - relativ kurze - 21 Symphonien, sieben davon nach seinem 90. Geburtstag. Als Brian 1972 im Alter von 96 starb, hinterließ er u. a. fünf Opern, acht riesige Chor- und 60 Orchesterwerke, darunter zwei Violinkonzerte, ein Violoncellokonzert und 32 Symphonien.

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