Die Ö1 Fundgrube

Was hat 1967, das Gründungsjahr von Ö1 bewegt? Und was davon ist heute noch in Betrieb? Wir sammeln Erinnerungen, Erzählungen und Fundstücke aller Art: Als Texte und Bilder, kurze Audios und Videos, die Sie hier für die "Ö1 Fundgrube" hochladen können.

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Der erste Italien-Urlaub

ptolemaios - 31. März 2017, 10:40

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Ich mit Mutter und Schwester in Venedig

Im Sommer 1972, also mit 5 Jahren, war ich mit meinen Eltern (meine Mutter ist links von mir zu sehen) und meiner Schwester (rechts) in Venedig. Da ich aber meinen Teddy-Bären dort verlor, konnte ich die Stadt in meiner Trauer leider nicht genießen.

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Hot Wheels Custom Fleetside, 1967 Mattel. Inc.

peterk67 - 2. April 2017, 13:21

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Extrem cooles Matchbox Auto

Mein Baujahr. Die nächsten Jahre bis 1975 investierte ich mein Taschengeld in diese Flizer. Inzwischen fahr ich mit dem Fahrrad. Wegen dem Blutdruck und so.

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Ford Mustang Cabrio, Baujahr 1967

smart1706 - 18. April 2017, 11:39

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Ford Mustang 1967

Mein wunderschönes Fahrzeug aus dem Gründungsjahr von Ö1.

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Junge Künstlerfamilie

phili - 4. April 2017, 10:55

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1967: Junge Künstlerfamilie in Reichenau/Rax

Spätherbst 1967: Damals lebte mit meinem Mann, dem Maler und Free-Jazz-Musiker Claus Mayrhofer Barabbas, und unseren drei Töchtern in Reichenau/Rax

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1967 - das Jahr meiner Geburt

susannedrothler - 20. März 2017, 15:37

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Nicht nur Ö1, auch ich habe im Jahr 1967 das Licht der Welt erblickt

Ich freue mich ganz besonders, dass ich das gleiche Baujahr wie mein Lieblingssender habe. Und kann auch mit Fug und Recht behaupten, dass ich nicht nur immer noch, sondern mehr denn je in Betrieb bin. Und mein ganz spezieller Lebensbetrieb ist seit vielen Jahren auf's Engste mit Ö1 verbunden. In diesen 50 Jahren waren es unzählige Journalsendungen, die mich begleitet haben. Dann kamen Herzenssendungen, wie »Diagonal«, die Jazznacht, die »Jet Lag All Stars Radio Show«, das »Nachtquartier«, das »Ö1-Quiz« und viele, viele andere dazu.

Ö1 hat mir sehr persönlich eindrucksvolle Momente beschert, wie zB die Teilnahme als Kandidat an der Livesendung des Ö1-Quiz' im Schloss Eggenberg im September 2015. Oder gerade vorige Woche die Erfüllung meines Musikwunsches im »Nachtquartier«.

Ich wünsche Euch allen und auch mir einen schönen 50. Geburtstag und mindestens 50 weitere erfüllende Jahre!

Liebe Grüße
Susanne Drothler

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Hitparade 1967

mostpower - 1. April 2017, 11:24

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Handschriftliche Aufzeichnung der Hitparade des Saarländischen Rundfunks 1967 - 69

1967 besaßen meine Eltern noch kein Radiogerät mit UKW-Empfang. Mit noch nicht 16 Jahren war ich damals begierig, die neueste Popmusik zu hören. Der österreichische Rundfunk bot dazu wenig Möglichkeiten (außer "Gut aufgelegt" mit Eva Maria Kaiser). Also begab ich mich auf Sendersuche über Mittel- und Kurzwelle. Auf welcher Frequenz ich die Sendung "Hallo Twen" des Saarländischen Rundfunks fand, weiß ich nicht mehr. Neben Radio Luxemburg und zu Zeiten des Prager Frühlings ein tschechischer Sender war der Saarländische die große Entdeckung, und fortan saß ich Woche für Woche vor dem alten Monogerät und hoffte auf den (meist guten) Empfang. Ein Naturgeschichte-Heft aus der 5. Klasse Gymnasium, das ohnehin noch viel Platz bot, wurde verkehrt herum für die Listenplätze 1 - 25 der wöchentlichen Hitparade benutzt und steht nun bis heute eingereiht in meiner Sammlung alter LP´s. Vom 20.5.67 bis 10.5.68 (Hitparaden Nr. 93 - 132) fast lückenlos und dann mit einigen Leerstellen bis 28.2.69 finden sich Hunderte von Titeln dieser Zeit, von "Puppet on a String" von Sandie Shaw(Nr. 1 am 20.5.67) bis "Crimson and Clover" (Nr. 1 am 28.2.69). Obwohl ich später Klassik und Jazz für mich entdeckte, war wohl kaum eine Zeit für meinen Musikgeschmack so prägend wie diese Jahre. Und 1967 war die Initialzündung für einen pubertierenden Gymnasiasten....

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1967 ... als alles begann

koehlmeiero - 13. Juli 2017, 06:29

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1967

1967. Ich wurde 18. Und begann, gegen das Alte und die Alten aufzubegehren. Obwohl Vorarlberger – streng, katholisch und konservativ erzogen – spürte ich, dass es da noch etwas Anderes gab, nicht nur „das Ländle“, die Kirche und die ÖVP. Angeregt von „Bravo“ und „Radio Luxemburg“, von Berichten im Fernsehen und der Kino-Wochenschau, von der Nähe zu München und Zürich, ließ auch ich mir die Haare wachsen, begann auch ich mich anders zu kleiden, erlaubte auch ich mir, Fragen zu stellen und ein klein wenig anders zu denken als Eltern, Lehrer und Pfarrer dies vorgaben. Und es sollte nicht lange dauern, bis ich von einem Extrem ins andere fiel: von Karl May zu Karl Marx, von der Bibel zum „Kapital“, vom „schaffa, schaffa, Hüsle baua“ zu „ho-ho-ho-tschi-minh“. Und es verließ, das Ländle.

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1967 - Die Wende

ros23 - 17. April 2017, 17:01

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Mit dem Erwerb der ersten elektrischen Nähmaschine 1967 brach für mich ein neues Näh-Zeitalter an.

Während meiner Kindergartentage stand unsere Pfaff Nähmaschine in meinem Zimmer, gleich hinter meinem Bett. Wollte man damit nähen, musste man die Flügel des Möbels, in das sie eingebaut war, öffnen, die Nähmaschine herausklappen und fixieren. Dann stand sie auf dem Tisch, schwarz-golden glänzend, Star meines Zimmers. Wie liebte ich es, wenn sich meine Mutter mit einer Näharbeit dazusetzte und mit ihren Füßen das gusseiserne Pedal trat, wenn sich oben die Nadel Stich für Stich durch den Stoff fraß und eine gestrichelte Spur hinter sich herzog.
Später, als ich größer war und mit meinen Füßen das Pedal erreichte, durfte auch ich auf der Maschine nähen, meine Puppen bekamen phantasievolle Outfits, während meine Mutter uns Kindern weiterhin Blusen und Röcke, Sommerkleider und Schihosen anfertigte.
Es war im Jahr 1967, als meine Mutter und ich uns ins Nähmaschinengeschäft unserer Stadt aufmachten und uns verschiedene elektrische Modelle vorführen ließen. Wir entschieden uns für eine Bernina in zartem Gelbgrün und bekamen gleich eine Einführung in ihre Geheimnisse. Mir blieb der Mund offen stehen, es war unglaublich, was diese Maschine alles konnte! Sie nähte nicht nur vor, sondern auch zurück und schaffte spielend Zickzackstiche in verschiedenen Längen und Breiten… Man konnte Nähfüße abmontieren, neue einsetzen und damit Zippverschlüsse an Kleidungsstücke nähen, Knopflöcher anfertigen, Knöpfe aufnähen oder Zierstiche in vielen Variationen herunterrattern. Sogar die Zähnchen für den Weitertransport des Stoffes ließen sich versenken, sodass man den Stoff dann selber beliebig hin- und herschieben konnte… Ein Quantensprung!
Zu Hause saß ich tagelang an der neuen Bernina und probierte alles aus. Bald war ich Expertin und gab mein Wissen stolz an meine Mutter weiter, die viele Einzelheiten schon wieder vergessen hatte. Mit dieser Nähmaschine begann auch ich, mir einfache Kleidungsstücke zu nähen. Eine neue Welt hatte sich aufgetan!
Das Nähen begleitet mich noch heute. Als Textilkünstlerin entwerfe und nähe ich Patchworkarbeiten und Quilts, beteilige mich an Ausstellungen im In- und Ausland und gebe mein Wissen in Kursen und Workshops weiter. Andere elektrische Nähmaschinen sind dieser ersten gefolgt, ich selbst besitze inzwischen mehrere davon. Die Bernina meiner Mutter gibt es immer noch, sie kommt zwar schon ein wenig altmodisch daher, arbeitet aber verlässlicher als manche modernen Maschinen. Nur die alte Pfaff steht heute vergessen im Abstellraum unseres Großelternhauses und setzt Staub an.

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1967: Sie nannten uns Schnittlauchfresser

phili - 3. April 2017, 21:57

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1967 war ich mit dem Maler und Free-Jazz-Musiker Barabbas verheiratet. Wir lebten in Reichenau/Rax in einer Villa meiner Schwiegermutter, Das offene Haus war ein beliebter Treff für die aufstrebende Künstleravantgarde.

Sowie ich mein Erinnerungsarchiv durchforste, flimmern Momentaufnahmen meines bisherigen Lebens über den inneren Bildschirm. Das läuft ab wie ein Film. Ich kann wählen, was auf der Gedächtnisbühne Revue passieren soll. Die Wahl fällt auf das Jahr 1967. Damals lebte ich mit Barabbas und unseren gemeinsamen Kindern in Reichenau an der Rax. Wir wohnten in einer repräsentativen Jahrhundertwende-Villa, die meiner Schwiegermutter gehörte. Ein geräumiges Haus mit fünf Wohnungen. In den 1960er Jahren wurde Barabbas, der Schöpfer farbenprächtiger Bilderwelten, als Senkrechtstarter gehandelt. Unkonventionell als Maler und ebenso kompromisslos in der Musik: Das war Claus Mayrhofer, der 1958 im Alter von 15 Jahren das Enfant terrible der Wiener Kunstszene Padhi Frieberger traf, daraufhin beschloss, die Schule abzubrechen, um Künstler zu sein. Fortan nannte er sich Barabbas.

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wurde die Reichenauer Villa zum beliebten Treff einer aufstrebenden Künstleravantgarde, zumal nach der Schließung der legendären Wiener Galerie „Zum roten Apfel“ (in Wien 3, Landstraßer Hauptstraße 74) bot das offene Haus in Reichenau einen Ort der Diskussion und gemeinsamen Arbeit. Es kamen Ernst Fuchs, Jürgen Leskowa, Walter Malli, Richard Pechoc, Franz Ringel, Heinz Stangl, Othmar Zechyr, Robert Zeppel-Sperl und der Fotograf Gerhard Trumler. Kein Wunder, schließlich übte Reichenau an der Rax seit der Romantik große Anziehungskraft auf Künstler aus. Die Holzriesen vom Thalhof in die Eng hinein inspirierten ebenso wie die Geröllhalden und bizarren Felsformationen im Höllental.

Othmar Zechyr, der anfänglich nur fallweise zu Besuch gekommen war, lebte von 1967 an zwei Jahre mit seiner Frau und neugeborenen Tochter bei uns. Wenngleich in unseren Familien Schmalhans Küchenmeister herrschte, beeinträchtigte das nicht im geringsten die Kreativität und Schaffensfreude der jungen Künstler. Es ist sogar die Gründung einer Künstlerkolonie geplant gewesen. Romantik und revolutionäre Utopien gehörten damals noch zum Programm.

Von meinem Leben in Wien war ich zwischenmenschliche Anonymität gewohnt. Im Gegensatz dazu zeigen Menschen im ländlichen Raum Interesse aneinander. Das war auch in Reichenau der Fall. Dort wusste jeder von jedem alles, oder zumindest fast alles. Natürlich redete man über uns. Schließlich mischten wir das Einerlei des Reichenauer Alltags ordentlich auf. Für die Einheimischen waren wir und unsere Künstlerfreunde, die gelegentlich zu Besuch kamen, Exoten, die Aufsehen erregten. Allein das Äußere von Barabbas, sein Bart, die farbenfrohen Gewänder, die er fallweise trug, sorgte für Gesprächsstoff. Und dann die Musik, die von früh bis spät bei uns gespielt wurde. In der schönen Jahreszeit, wenn wir die Fenster geöffnet hatten, bekamen die Reichenauer Jazz zu hören, der damals für ihre Ohren zumeist fremdartig klang. Noch fremdartiger kam an, wenn Barabbas - er war auch Mitglied der österreichischen Free-Jazz-Formation „Masters of Unorthodox Jazz - seine Free-Jazz-Soli am Saxophon los lies. Das mag sich für manch einen angehört haben, als röhrte ein wildgewordener Stier. Musikalischer Gruselwahnsinn in Reinkultur. Schon allein das roch nach Skandal.

Wovon wir lebten, wird sich der eine oder andere gefragt haben. Schließlich gingen wir keiner geregelten beruflichen Tätigkeit nach, und man sah mich fast nie bei Frau Maceczek Lebensmittel einkauften. Auch der Metzger machte kein Geschäft mit uns. Als sich herumsprach, dass wir kein Fleisch aßen, sondern uns hauptsächlich von Getreidekörnern, die wir direkt vom Bauern bezogen, ernährten, dürfte das Maß ungläubigen Staunens voll gewesen sein. Kein Fleisch zu essen, das brachte der Durchschnittsbürger der Nachkriegszeit unweigerlich mit Armut oder Krankheit in Verbindung. Kein vernünftiger Mensch nahm einen derartigen Verzicht freiwillig auf sich, jetzt, wo es endlich wieder zu essen gab, was das Herz begehrte. Wir tanzten also auch dahingehend aus der Reihe. Die Mieter der Reichenauer Villa wussten zu berichten, dass wir Fleischgenuss aus ethischen Gründen ablehnten, was ein weiterer Grund war, über uns den Kopf zu schütteln. Nun ist es eine natürliche Folge, dass Menschen versuchen, Seltsamkeiten zu benennen. Also bedachten uns die Reichenauer mit einem Spitznamen. Da es ihnen nicht entgangen war, dass ich in Blumentöpfen Schnittlauch zog, nannten sie uns kurz und bündig „die Schnittlauchfresser“, was ich allerdings erst erfahren habe, als ich längst nicht mehr in Reichenau lebte.

1967 war für uns ein ereignisreiches Jahr. Gleich zu Beginn konzertierten die „Masters of Unorthodox Jazz“ im Internationalen Kulturzentrum (Wien 1, Annagasse 20). Niemand geringerer als Kurt Kren, einer der prominentesten Vertreter des österreichischen Avantgarde-Films, machte bei diesem Konzert Aufnahmen und der junge Xaver Schwarzenberger fotografierte. Der Bekanntheitsgrad des Künstlers Barabbas stieg. In diesem Jahr hatte er seine ersten Ausstellungen in Deutschland – im K.O. Braun-Museum in Ludwigshafen, kurz darauf in der Galerie Krokodil in Hamburg und in der Galerie Mathias in Köln, wo er seiner farbenfrohen Malerei wegen von der Presse als „Farbgeometer“ gehandelt wurde. Endlich gab es Einnahmen aus Bildverkäufen, die jedoch, wie das bei Künstlern zumeist üblich ist, sofort wieder in die Kunst investiert wurden. Malmaterial wurde angeschafft, ein neues Saxophon und Geld für die Produktion einer Schallplatte zurückgelegt, die zwei Jahre später auch erschien. „Overground“ (Barabbas Records, Reichenau/Rax) hieß Österreichs erste Free-Jazz-LP. Und sie war tatsächlich Barabbas‘ Produkt. Er mietete das Tonstudio und trug alle anfallenden Kosten.

Mein Erinnerungsfilm läuft und läuft. Unmöglich, mit dem Schreiben nachzukommen. Ich gebe auf. Nur eine Sache sei noch vermerkt. Was auch alles geschehen ist, das für mich wichtigste Ereignis des Jahres 1967 war die Geburt meiner dritten Tochter. So ist es. Und jetzt schalte ich den inneren Bildschirm aus.

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Mein erstes Radio

fschubert - 3. Mai 2017, 16:18

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Minerva Radio

1967, ich war 15, bekam ich dieses kleine Radio zum Geburtstag. Es war eine ganz neue Welt in kulturellem Erleben. Das Minerva Radio ist ca. 7 x 12 cm groß und war immer mit dabei.