Die Ö1 Fundgrube
Laut ORF-Gesetz dürfen wir Ihnen dieses Service nur zur Verfügung stellen, wenn Sie Ihre Identität durch Angabe von Vorname, Familienname und Wohnadresse bekanntgeben. (ORF-G, § 4f, ABS 2, Z 23). Sie können das entweder direkt im Zuge des Uploads tun, bzw. sich als User/in in der ORF-Community registrieren lassen. Wenn Sie bereits Mitglied der ORF-Community sind, loggen Sie sich bitte ein, wenn Sie Texte, Audios oder Bilder hochladen, bzw. solche bewerten möchten. Beiträge, für die diese Funktion freigeschaltet ist, können pro User/in nur einmal bewertet werden. Mehrfachstimmen sind möglich. Beachten Sie bitte, dass erstmalige log-ins in der ORF-Community nur wochentags bearbeitet, bzw. freigeschaltet werden können. Die Freischaltung kann einige Zeit in Anspruch nehmen.
Aufbruch ins Berufsleben
krago99 - 27. April 2017, 19:37
Ausstieg-Handelsschule, Beginn-Job
1967 hatte für mich immer eine große Bedeutung!
Abgesehen von der Entstehung der Hippie-Bewegung war das Jahr für mich vom vorzeitigen Abgang von der Handelsschule geprägt. Den Sommer über half ich unser Elternhaus zu renovieren und gemeinsam mit meiner Mutter versuchte ich einen Job bei der örtlichen Raiffeisenbank zu bekommen.
Am 10.10.1967 war es dann auch wirklich soweit. Mein erster Arbeitstag! ich kann mich noch so genau erinnern. Es war ein nebeliger, grauer und kühler Montag an dem es für mich ernst wurde im Berufsleben.
Mit meinem Chef Franz Sch. und dem einzigen Kollegen Hans W. verband mich gleich von Anfang an ein sehr freundschaftliches Arbeitsverhältnis welches dann auch sagenhafte 45 Jahre, nämlich bis zum 31. Jänner 2012 angehalten hat. Eigentlich wollte ich auch noch länger arbeiten aber einige Unstimmigkeiten haben mich dann bewogen die Hacklerregelung in Anspruch zu nehmen.
Ö1 ist für mich ein Qualitätssender und sollte ich Radio hören wollen, dann ist das eigentlich immer nur Ö1!
Zum Jubiläum wünsche ich ALLES GUTE!
Baujahr 1967 - Ö1 und Ich
3. April 2017, 19:23
Zwei 50 jährige stehen auf und gehen - seit 1967
Das beste Fundstück in diesem Zusammenhang bin - ich. Geboren am 25 September 1967 bin ich gleich alt wie Ö1. So gesehen sind wir beide durch die gleichen Lebensabschnitte gegangen: Bei unserer Geburt wusste noch niemand, was aus uns wird, aber unsere "Väter" und "Mütter" haben sich über uns gefreut und Hoffnungen in ihr "Kind" gesetzt. Die folgenden Jahre wurden wir größer und lernten laufen - unabhängig von unseren "Eltern". Wir begannen auf eigenen Beinen zu stehen und auch neue eigenständige Ideen zu entwickeln. Wir gingen beide durch eine Schule, lernten, neue Menschen traten in unser Leben und wir begannen uns auch immer stärker von unseren Geschwistern zu emanzipieren, mögen sie Kurt (wie bei mir) oder Ö3 oder Ö2 (wie bei dir) heißen. Wir beide begannen auch zu experimentieren, manchmal auch nicht zur Freude unserer Mitmenschen (wenn ich an das Ende des Gugelhupfs und den Krampf um die Nachfolgesendung bei dir denke). Wir gaben uns auch immer wieder neue Erscheinungsbilder, die das jeweilige Jahrzehnt (70er, 80er, 90er, 0er...) spiegelten, auch wenn wir das vielleicht gar nicht wollten ( ;-) ). Unverkennbar wollten wir beide sein, was uns gelang, doch waren wir auch immer Kinder unserer Zeit. Du. liebes Ö1 hast dich dann der Vermittlung von Kunst, Kultur, Wissenschaft (Geistes- wie Natur) verschrieben, auch ich wurde Lehrer. Manchmal scheint es mir wie sicher auch dir, dass wir einen Kampf gegen Windmühlen in der Unendlichen Landschaft der Halbbildung und Banalität führen. Doch dann kommen die kleinen Feedbacks, die überraschenden Kommentare, die uns dann doch zeigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Wir beide haben uns engagiert, Stellung bezogen, Lob und Kritik eingefahren, aber das machte uns beide in den vergangenen 50 Jahren zu dem was wir heute sind. Oft wünschen sich auch unserer Gegenüber, dass wir vielleicht nie in ihre Nähe gekommen wären, beispielsweise, wenn du Politiker in Interviews kritische Fragen stellst oder ich Politikern mit Schülern zusammen kritische Fragen stelle, dann möchte ich nicht in die Köpfe schauen oder deren Gedanken lesen. Aber damit sorgen wir beide dafür, dass immer eine neue Generation von Menschen da ist, die Demokratie nicht als leeres Wort nehmen und die Wissen, dass es einen Unterschied zwischen Fake News und Nachrichten gibt.
Wir hätten uns noch viel zu erzählen, auch über die Tage, an denen sich unser Leben kreuzte. Du bist nähmlich die einzige Person, liebes Ö1, von dem ioch mich immer wieder gerne prüfen lasse - bei gehört gewusst. Schade, dass ich nie die Rollen tauschen kann. So stehen wir beide nun vor einem Meilenstein des Lebens: das halbe Jahrhundert. Und wie ich beginnst du zurück zu schauen auf dein bisheriges Leben, auf dein Geburtsjahr, auf die schönen und nicht so schönen Dinge, die uns geprägt haben. Und so fühle ich mich, wenn ich meine Fotos der vergangene 50 Jahre anschaue, wie ein Avatar von dir, der - menschgeworden - wie du versucht eine Oase in der Wüste des Lebens zu sein.
Schöne Grüße von mir, deinem persönlichen Fundstück des Jahres 1967
Der erste Italien-Urlaub
ptolemaios - 31. März 2017, 10:40
Im Sommer 1972, also mit 5 Jahren, war ich mit meinen Eltern (meine Mutter ist links von mir zu sehen) und meiner Schwester (rechts) in Venedig. Da ich aber meinen Teddy-Bären dort verlor, konnte ich die Stadt in meiner Trauer leider nicht genießen.
Die Liebe in den Zeiten der späten sechziger
sisssi - 1. Juli 2017, 00:04
Auch wenn diese Zeit oft mit Aufbruch und Befreiung in Zusammenhang gebracht wird, sollte man dabei mitbedenken, dass die Aufbrechenden eine Minderheit waren und die Mehrheit, in anderen, miefigen Lebenszwängen gefangen war.
Viel nette Beträge sind ja schon gekommen - hier ein paar vielleicht nicht so nette Zeilen. Aber vielleicht ist es motivierend, dass sich seit damals doch einiges geändert hat.
Ich bin zwar 1968 geboren (geschlüpft), aber 1967 gebaut, gebastelt, gezeugt,... - wie immer man das nennen will - worden. Und ich will hier kurz die Rahenbedingungen nennen, unter denen dieses Bauen stattfand.
Meine Mutter nahm damals die Pille. Dieses Verhütungsmittes war so stark, dass man immer wieder ein paar Monate Pause machen musste. Da mein Vater aber auf seinen täglichen Geschlechtsverkehr bestand, wurde meine Mutter in den Pausen regelmäßig schwanger. Da ihr bei mir das Abtreiben - ich wäre die siebente oder achte Abtreibung gewesen - schon so auf die Nerven ging, bin ich auf der Welt.
Auch so lebte, baute und "liebte" man 1967 und meine Mama war da leider sicher keine Ausnahme.
Gut, dass das heute zumindest geächtet ist.
Ein Oscar für Fred Zinnemann
peterschernhuber - 24. März 2017, 14:02
1967 erhält der österreichisch-US-amerikanische Filmregisseur Fred Zinnemann den Oscar für "A Man For All Seasons", die Diagonale widmet Zinnemann 1995 eine Retrospektive, Sie sehen das Plakat dazu
Erinnerungen an 1967
oe1post - 21. Juli 2017, 17:33
Dieses Schreiben erreichte uns postalisch und wird unter dem Nickname "oe1post" veröffentlicht. (Ö1)
Das Jahr 1967 war für mich schicksalhaft, da es mir trotz des Widerstandes des damaligen Musikchefs Dr. Hans Sachs gelungen ist, als Frau zu einem Probespiel zum ORF Symphonieorchester zugelassen zu werden und in dieses Orchester aufgenommen worden zu sein!
Bei einer mündlichen Bewerbung sagte mir Dr. Hans Sachs, die Frauen im Orchester wären eine Nachkriegserscheinung, man möchte lieber Männer!! Obwohl eine Stelle frei und ausgeschrieben war, schrieb man mir, es wäre keine Stelle vakant. Dann rief mich eine Geigerin an, wieso ich nicht beim Probespiel wäre. Ich solle sofort kommen. Das tat ich, vorbereitet war ich ja immer, packte mein Cello, fuhr in den Rundfunk, zeigte die Bestätigung des eingeschriebenen Lebenslaufes etc, her.
„Da muss etwas passiert sein, schreiben´s nochmals einen Lebenslauf und spielen´s vor“.
Das war der Beginn meiner wunderschönen Zeit im ORF! Jetzt bin ich 80, lebe mit meiner autistischen Tochter Laila in meinem Elternhaus, spiele bei diversen kleineren Veranstaltungen Cello, meine Tochter malt in Gugging.
Ich denke oft an die ersten Konzerte unter Max Schönherr im Sendesaal, dann an die Gründung des ORF Symphonieorchesters 1968 unter Milan Horvath. Die ersten Tourneen durch Österreich, bei denen wir überall groß gefeiert wurden! Der Pioniergeist erfüllte uns alle bis zum letzten Pult!
Das Funkhaus hat sich inzwischen sehr verändert. Damas gab es noch Garderoben mit Garderobenfrauen. Sie hatten umhäkelte Kleiderbügel für uns Musiker bereit. Wenn meine Mutter keine Zeit für meinen kleinen Sohn hatte, gab ich ihn fallweise in der Garderobe mit einem Korb Matchboxautos ab! Die Aufnahmekabinen waren woanders, hinten oben im Sendesaal. Dort waren auch Pausenräume für uns. Die Kantine war oben im 4. Stock, die Krankenscheine holte man zuerst im Büro, später bei einem Automaten im Halbstock rechts vom Eingang. Gegenüber des Funkhauses war ein großer Parkplatz und eine Grünfläche. Dort verbrachte ich oft die Mittagspause.-
In der ORF Clubzeitung im September 2016 schrieb man über mich!
Mich freut es sehr, dass das Thema Frauen im Orchester kein Thema mehr ist, dass die ersten Frauen vor mir, dann mit mir bewiesen, dass wir viel aushalten und nicht wegen 37 Grad Fieber oder Schnupfen zu Hause bleiben! Und dass wir unsere beruflichen Aufgaben gewissenhaft erfüllten war ja selbstverständlich! Ich saß am ersten Cellopult und wurde noch in den Jahren meiner Pension von Leuten angesprochen! Soetwas freut einen!
Das wären halt ein paar Gedanken über 1967!
Mit besten Grüßen Alexandra Bachtiar
Erste Klasse
ignos - 24. Mai 2017, 08:41
1967 war ich sechs Jahre alt und kam in die Volksschule. Nur Sitzen und Zuhören hat mir nicht gefallen. Ich wollte zurück in den Kindergarten. Das durfte ich dann auch, einen Tag lang. Danach war ich geheilt. Die Musiklehrerin fand, dass ich brumme. Deshalb musste ich, wenn die Klasse sang, auf den Gang und dort warten, bis es vorüber war.
Europäische Auszeichnung für Krimmler Wasserfälle
alpenverein - 21. Juli 2017, 13:38
1967 wurde den Krimmler Wasserfällen vom Ministerkommitee des Europarates das „Europäische Diplom für Naturschutz“ verliehen.
Bemerkenswert erscheint folgender Auszug aus der Festrede von Herbert Moritz, Landeshauptmannstellvertreter a.D. des Landes Salzburg.
„Die Auszeichnung des Europarates gilt nicht nur dem Wunder dieser Wasserfälle, sondern auch dem Mut der Krimmler, mit dem sie dieses Kleinod verteidigen, für das sie auch manchen Nachteil in Kauf genommen haben. Den gleichen Mut brauchen wir im Naturschutz und überall, um die manchmal unpopuläre These zu behaupten, dass die Wirtschaft Dienerin des Menschen bleiben soll, und dass wir ihr nicht mehr das Recht einräumen, sich den Menschen samt dem letzten Quentchen freien Lebensraumes zu unterwerfen.“
27 Jahre lang blieben die Krimmler Wasserfälle im Arbeitsgebiet der Alpenvereinssektion Warnsdorf-Krimml das einzige österreichische Naturschauspiel mit dieser hohen Auszeichnung.
Ford Mustang Cabrio, Baujahr 1967
smart1706 - 18. April 2017, 11:39
Mein wunderschönes Fahrzeug aus dem Gründungsjahr von Ö1.
Formel Baby, Flugplatzrennen Sommer 1967
sofi - 31. März 2017, 10:03
Mit meinen Brüdern am Flugplatz Zeltweg, der 1967 in Fliegerhorst Hinterstoisser-Zeltweg umbenannt worden ist. An manchen Sommertagen fanden Rennen statt.
