Die Ö1 Fundgrube
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Volvo 144 S Automatic, 1.Serie 1967
1903 - 3. Juli 2017, 18:43
bin 1962 geboren, dies ist das 2. Auto in meiner Familie, an das ich mich erinnere.
Erinnerungen an 1967
oe1post - 21. Juli 2017, 17:33
Dieses Schreiben erreichte uns postalisch und wird unter dem Nickname "oe1post" veröffentlicht. (Ö1)
Das Jahr 1967 war für mich schicksalhaft, da es mir trotz des Widerstandes des damaligen Musikchefs Dr. Hans Sachs gelungen ist, als Frau zu einem Probespiel zum ORF Symphonieorchester zugelassen zu werden und in dieses Orchester aufgenommen worden zu sein!
Bei einer mündlichen Bewerbung sagte mir Dr. Hans Sachs, die Frauen im Orchester wären eine Nachkriegserscheinung, man möchte lieber Männer!! Obwohl eine Stelle frei und ausgeschrieben war, schrieb man mir, es wäre keine Stelle vakant. Dann rief mich eine Geigerin an, wieso ich nicht beim Probespiel wäre. Ich solle sofort kommen. Das tat ich, vorbereitet war ich ja immer, packte mein Cello, fuhr in den Rundfunk, zeigte die Bestätigung des eingeschriebenen Lebenslaufes etc, her.
„Da muss etwas passiert sein, schreiben´s nochmals einen Lebenslauf und spielen´s vor“.
Das war der Beginn meiner wunderschönen Zeit im ORF! Jetzt bin ich 80, lebe mit meiner autistischen Tochter Laila in meinem Elternhaus, spiele bei diversen kleineren Veranstaltungen Cello, meine Tochter malt in Gugging.
Ich denke oft an die ersten Konzerte unter Max Schönherr im Sendesaal, dann an die Gründung des ORF Symphonieorchesters 1968 unter Milan Horvath. Die ersten Tourneen durch Österreich, bei denen wir überall groß gefeiert wurden! Der Pioniergeist erfüllte uns alle bis zum letzten Pult!
Das Funkhaus hat sich inzwischen sehr verändert. Damas gab es noch Garderoben mit Garderobenfrauen. Sie hatten umhäkelte Kleiderbügel für uns Musiker bereit. Wenn meine Mutter keine Zeit für meinen kleinen Sohn hatte, gab ich ihn fallweise in der Garderobe mit einem Korb Matchboxautos ab! Die Aufnahmekabinen waren woanders, hinten oben im Sendesaal. Dort waren auch Pausenräume für uns. Die Kantine war oben im 4. Stock, die Krankenscheine holte man zuerst im Büro, später bei einem Automaten im Halbstock rechts vom Eingang. Gegenüber des Funkhauses war ein großer Parkplatz und eine Grünfläche. Dort verbrachte ich oft die Mittagspause.-
In der ORF Clubzeitung im September 2016 schrieb man über mich!
Mich freut es sehr, dass das Thema Frauen im Orchester kein Thema mehr ist, dass die ersten Frauen vor mir, dann mit mir bewiesen, dass wir viel aushalten und nicht wegen 37 Grad Fieber oder Schnupfen zu Hause bleiben! Und dass wir unsere beruflichen Aufgaben gewissenhaft erfüllten war ja selbstverständlich! Ich saß am ersten Cellopult und wurde noch in den Jahren meiner Pension von Leuten angesprochen! Soetwas freut einen!
Das wären halt ein paar Gedanken über 1967!
Mit besten Grüßen Alexandra Bachtiar
Mein Musikeinstieg
flowerywallpaper - 28. April 2017, 16:36
Nach meiner Erinnerung hat mich "radiohören" so richtig in meinen Lehrjahren zu interessieren begonnen. Das muss so um die Jahre 1967 gewesen sein. Der Einstieg war sicher die Sendung "Das Lied der Prärie". Seither gibt es bei mir kein TV-Gerät
Ich kann es nicht sagen wann diese Sendung mit "Conny Tex Hat" im Radio gelaufen ist. Es war jedenfalls mein Einstieg in das genauere Hinhören in die Musik. Vor einiger Zeit habe ich dann im Internet nach dieser Sendung gesucht und diese Seite gefunden.
https://www.rogerkaktus.com/connie-tex-hat/
Wenn ich mich recht erinnere, kam dann später die Sendung von Gerhard Bronner "Schlager für Fortgeschrittene" hinzu zu meinen regelmäßigen Sendungen.
1967 - als alles begann
koehlmeiero - 4. Juli 2017, 06:15
Der Widerstand gegen das Alte und die Alten - vom braven, konservativ und katholisch erzogenen kleinen Buben zum linken Rebellen.
1967. Ich wurde 18. Und begann, gegen das Alte und die Alten aufzubegehren. Obwohl Vorarlberger – streng, katholisch und konservativ erzogen – spürte ich, dass es da noch etwas Anderes gab, nicht nur „das Ländle“, die Kirche und die ÖVP. Angeregt von „Bravo“ und „Radio Luxemburg“, von Berichten im Fernsehen und der Kino-Wochenschau, von der Nähe zu München und Zürich, ließ auch ich mir die Haare wachsen, begann auch ich mich anders zu kleiden, erlaubte auch ich mir, Fragen zu stellen und ein klein wenig anders zu denken als Eltern, Lehrer und Pfarrer dies vorgaben. Und es sollte nicht lange dauern, bis ich von einem Extrem ins andere fiel: von Karl May zu Karl Marx, von der Bibel zum „Kapital“, vom „schaffa, schaffa, Hüsle baua“ zu „ho-ho-ho-tschi-minh“. Und es verließ, das Ländle. Damals: 1967 ... als alles begann.
Wenn der Hafer sticht
bertberger - 10. Juni 2017, 06:47
Erinnerungen an 1967
Dann kam die Zeit, wo ich es zuhause gar nicht mehr aushielt. Heim von der Schule, gegessen und fort. Immer trieb ich mich im Dorf und der Umgebung herum, im Wald sehr oft, auf dem Sportplatz und irgendwo, nur nicht daheim. Den Juli 1967 verbrachte ich in Großbritannien bei einer Gastfamilie, in London, in Leicester und die meiste Zeit in Great Yarmouth an der Nordsee. Das war für mich ein großes Erlebnis, allein in der weiten Welt. Am Abend vor meiner Abreise wurde „All you need is love“ von den Beatles weltweit übertragen, alle englischen Mädchen trugen Miniröcke, die männlichen Jugendlichen lange Haare.
Beim Scheiber in der Gemischtwarenhandlung half öfters ein Mädchen aus, das mir recht gut gefiel. Die ganze Meute verbrachte viel Zeit um und im Geschäft, half dem Hausherrn und der Frau. Aber zu gern war ich in der Nähe des besagten Mädchens, bis der Scheiber meinte: „Den sticht auch schon der Hafer.“
Beim Schöller gab es jetzt eine Musikbox und die schluckte unsere Schillinge.
1967 hörten wir immer wieder Sandie Shaw mit “Puppet on a String“. Darauf “San Francisco” von Scott McKenzie und vieles andere.
Samstags war Unterhaltung. Oft spielte die Carinthia Combo, immer war sehr viel los. Weil wir noch sehr jung waren, hielten wir uns mehr in der dunklen Nacht auf, aber wir getrauten uns auch in den Tanzsaal. Im Gewölbe hatte der Lois eine Kellerbar eingerichtet, auch 1967, die die Maria betreute und die uns magisch anzog.
All you need is love: Und irgendwo im Hintergrund la marseillaise. Freiheit, ihr Schwestern und Brüder. Existenzielle Sicherheit, körperliche Integrität, Geborgenheit, Anerkennung des sozialen Status, Selbstentfaltung und Leistung (meint Remo Largo). Summiert: Liebe. Wir könnten es uns leisten.
The Summer of Love
theroaringsixties - 1. Juni 2017, 06:52
Die erste Rock- & Pop-Sendung des ORF TV
Ich bin Jahrgang 1950 und habe das Jahr 1967 in der 6.Klasse des Gymnasiums erlebt. In diesem Jahr gewann ich mit meiner Band The Gentles die Ausscheidung für einen Fernseh-Live-Auftritt in der von Peter Fröhlich moderierten Show „1-2-3-los“. (Die Österreich-Version des deutschen Beat-Club). Wir coverten dort Songs der Beatles und von Dave, Dee, Dozy, Beaky, Mick&Tich . Der kulturelle Aufbruch in dieser Zeit gipfelte auch im Summer of Love des Jahres 1967 in San Francisco. Ich hab mich seither der Rock- und Popmusik dieser Jahre verschrieben und bin heuer mit der Musikformation The Roaring Sixties Company (http://www.roaringsixties.at) als Zeitzeuge mit dem Programm „Summer of Peace & Love“ unterwegs. Be sure to wear some flowers in your hair……
Ich, Wald- und Wiesenkind mit MEINEN "Semperit"
fuzzbert - 16. Mai 2017, 15:00
In Freiheit und Unbekümmertheit über Wald und Wiesen mit "meinen neuen Semperit-Patschen"
Ich war damals 5 und das Wichtigste und Schönste war es, den ganzen Tag draussen zu sein. Im angrenzenden Wald und auf den Wiesen rund um die Häuser unserer Siedlung. Zu spielen, herumzustreunen, ganz einfach die Dinge zu entdecken, die so um einen herum sind. Und das Tollste: Ich bekam endlich meine heißersehnten Semperit-Patschen. Cool! Noch dazu die braunen und nicht die blau-weißen. Supercool! Aber das Wort "cool" kannten wir damals natürlich noch nicht. Wir sagten in einem solchen Fall einfach "lässig!" "Meine Semperit" halfen mir dann auch ganz schnell dabei, das Zubinden der Schuhbänder zu erlernen.
Meine Erinnerungen 1967
adreg - 30. Juli 2017, 18:17
Schuldienst 1967
Im September 1967 habe ich meine Unterrichtstätigkeit in Oberösterreich, im BRG Linz Hamerlingstr. begonnen. Ich übernahm eine 1.Klasse in Mathematik und als Klassenvorstand mit 48 (achtundvierzig !) Schülerinnen – die Schule war damals eine reine Mädchenschule.In einer Unterstufe war die große Schülerzahl war für mich nichts ganz Ungewöhnliches, denn 2 Jahre davor hatte meine größte Klasse in der Österreichischen Schule in Istanbul (Avusturya Kiz Lisesi) 56 Mädchen.
Wir Lehrerinnen, die Schularbeiten und Hausübungen zu verbessern hatten, stöhnten zwar, aber akzeptierten die Ausnahmesituation, die bis Ostern andauerte, weil dann die 2. Schule, die im Gebäude untergebracht war , auszog.
Danach blieben 38 Schülerinnen in der Klasse, fast unverändert während der ganzen Unterstufe- die gesetzliche Grenze war schließlich 36, die aber nicht immer eingehalten werden konnte.
An große disziplinäre Schwierigkeiten erinnere ich mich nicht, die Mädchen gingen gern in die Schule und mir machte das Unterrichten Freude. Damals war Schule ihre Hauptaufgabe und oft emotionaler Mittelpunkt– Ablenkungen durch Internet, Handy etc. gab es ja noch nicht
Schwieriger war schon die Situation, dass wir gedrängt wurden Überstunden zu machen, weil es zu wenige Lehrerinnen und Lehrer gab, das brachte manche von uns an körperliche Leistungsgrenzen .
Natürlich waren so große Klassen nicht ideal und viele Kollegen und Kolleginnen , auch ich, engagierten sich in Gewerkschaft und Personalvertretung , um diese Zustände zu verbessern – mit Erfolg wie man ja an den heutigen Zahlen sehen kann. Daher kann ich die Verbissenheit, mit der man Veränderungen heute vermeiden will, nicht nachvollziehen.
Und noch etwas: Lehrergehälter gehörten zu den kleinsten unter allen Akademikergehältern (Mein Vater, ein Tischlermeister, hat immer gesagt „Warum willst du einen Hungerleiderberuf ?“ )
Ich verdiente am Anfang netto etwa 800 Schilling, während mein Mann in der Voest als Dipl.Ing. 4 000 Schilling bekam.
Das hat sich glücklicherweise deutlich geändert- mit dem nötigen Engagement !
Erste Klasse
ignos - 24. Mai 2017, 08:41
1967 war ich sechs Jahre alt und kam in die Volksschule. Nur Sitzen und Zuhören hat mir nicht gefallen. Ich wollte zurück in den Kindergarten. Das durfte ich dann auch, einen Tag lang. Danach war ich geheilt. Die Musiklehrerin fand, dass ich brumme. Deshalb musste ich, wenn die Klasse sang, auf den Gang und dort warten, bis es vorüber war.
