"Häuserblock durchsucht"

Franz Weich, Jahrgang 1932

Noch in den Siebziger- und Achtzigerjahren gab es russische Aufschriften in cyrillischer Schrift auf Häusern, mit denen die Besatzungssoldaten einst markierten, welche Häuser sie bereits durchsucht hatten. Der Baumeister Franz Weich versuchte, eine dieser Aufschriften zu retten.

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Besatzungsmächte Wien 18. März 2025

"Legalisierung" durch Karl Renner

Frau Mühlfeld

Frau Mühlfelds erhält den Namen ihres Vaters und wird ehelich

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Familiengeschichten Wien 13. Mai 2025

"Wir haben das nicht gewusst"

Herr Scheibenreiter

Herr Scheibenreiter über Geschichtslügen

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Familiengeschichten Wien 14. Mai 2025

20 Russen haben im Wohnzimmer geschlafen

Gertrude Weese

Die Kriegsereignisse waren nicht so stark spürbar am Außenrand von Wien, in Erinnerung geblieben sind mir die Menge an Flugzeuggeschwadern. Was ich in guter Erinnerung habe, waren die Russen, die bei uns im Haus einquartiert waren. Wir haben 20 Russen einmal über 14 Tage im Wohnzimmer meiner Eltern gehabt. Wir haben im Nebenzimmer geschlafen mit den Eltern und der Großmutter, Gott sei Dank ist nichts passiert. Man musste das Wohnzimmer durchqueren, um aufs Klo zu gehen. In der Nacht sind auch andere gekommen und haben die Kästen durchsucht, um zu schauen, ob sie wo Nazis finden. Zwei Jahre lang waren später auch zwei Offiziere einquartiert bei uns. Obwohl sie auf die alten Ölgemälde geschossen haben, haben wir uns nicht geängstigt, wir fühlten uns von den Eltern beschützt. Und ich erinnere mich an die unheimlich schönen Marschgesänge, die die Russen beim Marschieren durch die Straßen gesungen haben.

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Besatzungsmächte Wien 6. Mai 2025

80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs usw.

Rosemarie Philomena Sebek

Ich, Rosemarie Philomena Sebek, geb. 1939, erlebte den Zweiten Weltkrieg, die Besatzung und die Unterzeichnung des Staatsvertrags.

80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 70 Jahre „Österreich ist frei“. Ich, als uneheliches Kind im Dezember 1939 geboren, habe den Zweiten Weltkrieg, dessen Ende und den Abzug der Alliierten erlebt. Ab April 1944 war meine Mutter mir mir evakuiert in Kalchgrub bei Schärding, Oberösterreich. Da sich die Bombenangriffe durch die Alliierten vor allem auf Städte konzentrierten, ging man daran, Frauen mit kleinen Kindern aus den Ballungszentren zu evakuieren, das heißt in ländliche Gebiete zu verschicken. Dort war es sicherer, hieß es, und die Menschen konnten besser mit Lebensmitteln versorgt werden. So kam es, dass ich die Zeit zwischen meinem vierten und sechsten Lebensjahr auf dem Land verbrachte. Während der Zeit unserer Evakuierung fuhren wir einige Male nach Wien, wo mir mulmig zumut war, wenn Erwachsene in Hektik gerieten, da Sirenen heulten und im Radio der Ruf des Kuckucks ertönte, womit Tiefflieger angekündigt wurden. Dann schnappte mich ein Familienmitgli...

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Wiederaufbau und Staatsvertrag Wien 7. Mai 2025

Acht Geschwister auf Kinderverschickung

Brigitte Lohinger, Jahrgang 1945

Schon im Alter von sechs Wochen erkrankte Brigitte Lohinger an der Ruhr, die dank der Hilfe eines jüdischen Arztes behandelt werden konnte. In den folgenden Jahren wuchs die Wiener Familie auf 8 Kinder an, und 1950 erkrankte der jüngste Bruder an einer Lungenentzündung. Die Familie hat Penicillin erhalten, was damals bemerkenswert war. Um die acht Kinder der Familie aufzupäppeln, wurden sie ins Ausland verschickt. Brigitte Lohinger selbst kam im Alter von fünf Jahren nach Südtirol, später in die Schweiz und schließlich nach Dänemark zu einer alleinstehenden Frau, die sich liebevoll um die Kinder kümmerte. Meistens wurde Brigitte Lohinger zusammen mit einem Geschwisterteil verschickt. Die Eltern wussten nicht, wo genau ihre Kinder untergebracht wurden. Wie konnten sie das aushalten? Dennoch schien es die einzige Möglichkeit zu sein, die Kinder zu versorgen. Brigitte Lohinger selbst hatte als Mädchen keine Schwierigkeiten mit der Situation, im Gegensatz zu einem jüngeren Brüde...

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Frauen, Mütter, Kinder Wien 22. April 2025

Als die Kosaken zu uns Kulturlosen kamen

Veronika Philipp

Wir haben ganz am Stadtrand gewohnt, also wirklich schon fast auf dem Land. Das Haus der Großeltern war ehemals eine Meierei und da hat es einen großen, großen Hof gegeben, um den das Haus herum gebaut war. Und 45 sind Kosaken gekommen, mit sehr vielen so kleinen Pferdewagen und unser ganzer Hof war vollgestellt. Es waren keine Männer im Haus, sie haben uns gut behandelt, sie haben sogar gekocht. Es war eine Art Eierspeis mit Speck, sie haben uns auch aufgefordert, zu essen. Meine Mutter hat gesagt, es ist uns so schlecht davon geworden, weil wir waren ja so ausgehungert und das fette Essen, das war ein bissl mühsam. Ich habe einen gleichaltrigen Cousin. Sie können sich vorstellen, 45, wir waren zweieinhalb Jahre ungefähr alt, und in der Mitte des Hofes ist ein großer Tisch gestanden, um den haben wir im Sommer immer gegessen, und mein Cousin und ich, wir sind auf den Tisch geklettert, damit wir sozusagen besseren Überblick haben über all das Gewurl. Da ist ein Offizier, der auch ei...

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Besatzungsmächte Wien 9. Mai 2025

Am Donaukanal

Annie Weich

Das Flüchtlingskind Annie Weich kommt als 11-Jährige erstmals nach Wien zurück und macht mit ihrer Mutter einen Spaziergang am Donaukanal

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Heimkehrer Wien 18. März 2025

Auf der Flucht vor den Russen

Herbert Grünwald

Herbert Grünwald flüchtet mit Mutter und Bruder aus Wien

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Familiengeschichten Wien 15. April 2025

Ausgemergelte Russen waren zu uns Kindern reizend

Ingeborg Hagg, Jg. 1940

Neben einem Haus in Wien hatten wir einen festen Wohnsitz in Niederösterreich. 1944 ist meine Mutter mit meiner Schwester und mir auch in diesen Gutshof gezogen, weil wir dort größere Überlebenschancen hatten. Als der Krieg zu Ende war, war das Schlachtfeld nur zehn Kilometer von uns entfernt und die erste Invasion kam direkt über unser Haus, das war furchtbar. Es waren viele Frauen im Haus, weil die Männer alle im Krieg waren. Die Vergewaltiger wurden zum Teil erschossen und nach drei Tagen mit Lastwagen eingesammelt. Jeden Abend kamen mit Lastwagen Russen, die Frauen stürzten in ihre schon vorbereiteten Höhlen im Wald. Wir Kinder waren allein in dem Haus, und diese ausgemergelten Soldaten holten sich im Haus, was sie fanden. Zu uns Kindern waren sie reizend. Sie können sich ja nicht vorstellen, wie sie ausgeschaut haben wir schon wochenlang nur mehr Gras gegessen gehabt, waren natürlich in allen Richtungen ausgehungert. Und das war schrecklich. Einer hat mich einmal unter eine gr...

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Besatzungsmächte Wien 9. Mai 2025

Badevergnügen mit russischen Soldaten

Krista Grünwald

Krista Grünwald fährt mit russischen Soldaten an die Donau

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Besatzungsmächte Wien 15. April 2025

Bahn-Odyssee zu Kriegsende

Herbert Grünwald

Herbert Grünwald erlebt das Kriegsende mit Schulkameraden fern von Wien

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Fluchtgeschichten Wien 15. April 2025

Basketball und amerikanisches Englisch

Franz Vranitzky, Jahrgang 1937

US-Soldaten laden den jungen Franz Vranitzky und andere zum Basketballspielen in den Wiener Messepalast ein, wo sie ein Basketballfeld errichtet hatten. Vranitzky schnappt die amerikanische Sprache auf und eckt damit bei seiner Englisch-Professorin an. - Das Interview führte Oliver Rathkolb für ORF Topos.

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Besatzungsmächte Wien 19. März 2025

Beeindruckt von den russischen Soldaten

Robert Heiterer, Jg 1947

Als Kind habe ich in Floridsdorf in einem Gemeindebau in der Prager Straße gewohnt, nahe der russischen Kommandantur. Ich habe diese Soldaten bewundert wegen ihrer Stiefeln und Reithosen. Am Eck der Prager Straße war ein Greissler, wo mich meine Mama zum Einkaufen hingeschickt hat. Vor mir in der Reihe haben sich zwei russische Soldaten die Einkaufsnetze mit Bierflaschen füllen lassen, und als die draußen waren, sagt eine Verkäuferin zur anderen: "Jetzt feiern's in Stalin sein Tod" und ich habe nicht gewusst, wer der Stalin ist und warum man das feiert. Beim Abzug der Russen stehe ich auf der Prager Straße und schaue zu, wie die letzten LKWs mit winkenden russischen Soldaten auf der Ladefläche abfahren. Später habe ich als Hauptschullehrer in Vorarlberg oft den Kindern davon erzählt.

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Besatzungsmächte Wien 6. April 2025

Besatzungszeit - Ende

Michael Pichler

Persönliche Erinnerungen 1954-55

Kontrollen am Donaukanal

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Wiederaufbau und Staatsvertrag Wien 5. Mai 2025