

"Sie Znaimer Gurkn!", "Sie foaste Nudel!"
Helmut Friedrichsmeier, Jahrgang 1944
Wortgefechte mit den Einquartierten Die Amerikaner waren die ersten Einquartierten bei uns in der Bad Ischler Sommervilla meines verstorbenen Großvaters. Ich hab das spannend gefunden, diese Soldaten in Uniform bei uns zu haben. Meine junge Mutter war auch interessiert am Kontakt. Und das hat meine Großmutter verurteilt: Was werden die Leute sagen! Bald darauf mussten wir eine Flüchtlingsfamilie aus der Brünner Gegend in unserer Villa aufnehmen. Das war natürlich nicht das, was meine Großmutter wollte; die Amerikaner hatten noch einen gewissen Status verliehen. Mich hat es gefreut, weil ich als einen Spielkameraden hatte, während meine Großmutter sich bald mit der Frau dieser Flüchtlingsfamilie verfeindet hat. Meine Großmutter hat immer gesagt: Sie Znaimer Gurkn! Znaim war ja eine Gemüsezucht Gegend. Und die Frau aus Südmähren hat gesagt: Sie foaste Nudel! Meine Großmutter war ja nicht ganz schlank. An solche Wortgefechte kann ich mich erinnern. Die sind dann auch nach einei...
weiterlesensonstiges Oberösterreich 21. April 2025
1. Erlebnisse in den letzten Kriegswochen
Illi-1
Auszuge aus der Geschichte meiner Familie, die ich als Zeitzeuge (geboren 1933) für meine Kinder und Enkel geschrieben habe, um die Lebensumstände in früheren Zeiten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. 1. Teil.
1933 geboren verbrachte ich die Kriegs- und Nachkriegszeit zusammen mit meiner ältere Schwester und meinem dreijähriger Bruder bei meinen Eltern, in einer Mietwohnung in Leoben wohnend. Wenn ich an diese frühe Zeit zurückdenke, dann fallen mir vor allem die häufigen Fliegeralarme ein, die viele Zeit, die wir im Luftschutzkeller verbrachte. Auf Leoben fielen aber keine Bomben, wohl aber hörten wir oft die auf Graz zufliegenden Flugzeuge. Der heute bei Feueralarm gegebene Sirenenton, der den Fliegeralarm einleitete, berührt mich heute noch unangenehm. Ich war nicht begeistert, immer wieder nachts aus dem warmen Bett geholt zu werden, aber man nahm es als selbstverständlich hin, wir Kinder kannten es nicht anders. Rückblickend zeigt es mir, dass sich der Mensch an von ihm nicht zu beeinflussende Umstände gewöhnen kann. So hatte ich auch keine Angst, dass etwas Schreckliches passieren könnte. Das Schicksal, ausgebombt zu werden oder wie es vielen anderen damals erging,...
weiterlesensonstiges Steiermark 22. April 2025
1945-1958 Zwei-Personen-Story, Stadt-Land.
Georgette Pipal 4749
Er: Peter Pipal, Geburtsjahrgang 1947, aufgewachsen bei, mit Großeltern und Eltern in einem Haushalt, Seilerstätte, Wien. Sie: Georgette Pipal, geb. 1949 Klagenfurt, aufgewachsen in Heimen und Spitäler (Erinnerung, kollektives Topfsitzen) in Wien und NÖ, 1954/56 Adoptivfamilie. Er: Ein wohlbehütetes, wohlgenährtes, übergewichtiges Kind; die Meinung der abgemagerten Groß-Eltern, man braucht Reserven für alle Fälle. Sie: 1951 abgenommenes, abgegebenes Besatzungskind (Vater Brite, Mutter Deutsche in Ö.), in Kinder-übernahmestelle der Stadt Wien, Lustkandelgasse gelandet; Eltern und Adoption unbekannt; nach später Recherche via Jugendamt Wien 1997 und Rotes Kreuz 2014 Daten zur eigenen Person erhalten. Er: Als Kind striktes Verbot, wegen Verletzungsgefahr, Gebäuderuinen zu betreten; im Hof Seilerstätte 8 wurde Federball gespielt, im Winter gerodelt, auch im nahen Stadtpark; on top im Wohnhaus wurden Hühner und Hasen gehalten, das Nebenhaus war eine Ruine, im Wohnblock gab es eine ...
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sonstiges Kärnten 27. März 2025
1956 Reisepass , S 1 von 2
Gerald Blaich
Reisepass wurde für das Ehepaar gemeinsam ausgestellt.
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sonstiges Niederösterreich 10. April 2025
1956 Reisepass, S 2 von 2
Gerald Blaich
Reisepass wurde für Ehepaar gemeinsam ausgestellt.
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sonstiges Niederösterreich 10. April 2025
80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs usw.
Rosemarie Philomena Sebek
Ich, Rosemarie Philomena Sebek, geb. 1939, erlebte den Zweiten Weltkrieg, die Besatzung und die Unterzeichnung des Staatsvertrags.
80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 70 Jahre „Österreich ist frei“. Ich, als uneheliches Kind im Dezember 1939 geboren, habe den Zweiten Weltkrieg, dessen Ende und den Abzug der Alliierten erlebt. Ab April 1944 war meine Mutter mir mir evakuiert in Kalchgrub bei Schärding, Oberösterreich. Da sich die Bombenangriffe durch die Alliierten vor allem auf Städte konzentrierten, ging man daran, Frauen mit kleinen Kindern aus den Ballungszentren zu evakuieren, das heißt in ländliche Gebiete zu verschicken. Dort war es sicherer, hieß es, und die Menschen konnten besser mit Lebensmitteln versorgt werden. So kam es, dass ich die Zeit zwischen meinem vierten und sechsten Lebensjahr auf dem Land verbrachte. Während der Zeit unserer Evakuierung fuhren wir einige Male nach Wien, wo mir mulmig zumut war, wenn Erwachsene in Hektik gerieten, da Sirenen heulten und im Radio der Ruf des Kuckucks ertönte, womit Tiefflieger angekündigt wurden. Dann schnappte mich ein Familienmitgli...
weiterlesensonstiges Wien 7. Mai 2025
Als der Bahnhof von Hausmenning bombardiert wurde
Franz Kastner
Bahnhof von Hausmenning bombardiert, das Geräusch von den Granaten vergesse ich nie! Franz Kastner, Jahrgang 1940
weiterlesensonstiges Niederösterreich 30. März 2025
Berufsverbot für Lehrer
Jakob Steiner
Auszug aus den Memoiren des Lehrers Alexander U.: er schildert, wie ihm der Bezirksschulinspektor in Oberwart nach dem „Verbotsgesetz“ von 1945 im September desselben Jahres ein Berufsverbot erteilte.
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sonstiges Burgenland 1. April 2025
Besuch in Vaters Kriegsgefangenschaft
Helga Pfeifer, Jahrgang 1943
Positive Erinnerungen: 1948 waren meine Mutter und ich bei meinem Vater, der in jugoslawischer Kriegsgefangenschaft war, einen Monat zu Besuch.
Mein Vater, Ing. Egmund Wallner, geb. 1918, war bis Februar 1949 in jugoslawischer Kriegsgefangenschaft in der Gegend von Šabac, Mitrovica, Drenovac (genauere Angaben fehlen mir leider). Im Sommer 1948 fuhren meine Mutter und ich, geb. 1943, für ca. einen Monat zu ihm auf Besuch, obwohl Verwandte und Bekannte davor gewarnt hatten, es sei viel zu gefährlich. Mein Vater hatte aber vorher wiederholt in Briefen an meine Mutter und mich (ich war damals 4 3/4 Jahre alt, konnte aber schon lesen) erzählt, wie schön er es dort unten hatte und dass wir gefahrlos kommen könnten. Wir fuhren also auf abenteuerliche Weise per Zug nach Belgrad. Unterwegs mussten alle Passagiere mitten in der Nacht aussteigen, weil eine Lok auf den Gleisen lag, und ein großes Stück mit dem Gepäck zu Fuß gehen, um in einen anderen Zug einsteigen zu können. Außerdem waren die Züge derart verwanzt, dass meine Oberschenkel durch die Bisse fast doppelt so dick waren wie vorher. In Belgrad holte uns mein Vater ab, ...
weiterlesensonstiges Zentralserbien 24. März 2025
Das Ende vom Krieg
Maria Elisabeth Schlegl
Die letzten Monate des Krieges geht Elisabeth Schlegl nicht mehr in die Schule. Ihre Familie und ihre Nachbarn verstecken sich regelmäßig in dem eigens gegrabenen Punker im Garten und bekommen vom Kriegsende hauptsächlich aus dem selbstgebastelten Radio mit, mit dem sie sogar ausländische Sender empfangen können.
weiterlesensonstiges Niederösterreich 30. März 2025
Das schreckliche Bratöl
Herbert Izbicki
Rauch und beißender Qualm beim Braten in der Küche
weiterlesensonstiges Niederösterreich 19. April 2025
Der Krieg ist aus
Wolfgang Müller, Jg 1960
Wie mein Vater und dessen Zwillingsbruder, geb. 1933, als Kinder - mit einem französischen Kriegsgefangenen und einer ukrainischen Zwangsarbeiterin - den elterlichen Bergbauernhof im Kärntner Görtschitztal führen mussten und zufällig vom Kriegsende erfuhren.
weiterlesensonstiges Kärnten 6. April 2025
sonstiges Niederösterreich 19. April 2025
Der Ruf nach einem "kleinen Hitler"
Herr Scheibenreiter
Herr Scheibenreiter über Nazi-Nostalgie
weiterlesensonstiges Wien 14. Mai 2025
Der schwerste Bombenangriff auf Wien
Herbert Grünwald
Zeitzeuge Herbert Grünwald schildert den "Kuckuck", den damaligen Warnruf für die Bevölkerung über den Drahtfunk, und wie er mit seinem Bruder das Herannahen hunderter alliierter Bomber auf Wien am 12. März 1945 beobachtete.
weiterlesensonstiges Wien 15. April 2025
