Bildungschancen im improvisierten Internat

Franz Schindl

Franz Schindl kann das Gymnasium besuchen

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Versorgung Wien 15. April 2025

Das Geschenk eines Russen

Franz Weich

Eine Bäckerei in Meidling war nur selten geöffnet - wenn es Brot gab, bildete sich sofort eine Schlange von Wartenden. Der damals 13 Jahre alte Franz Weich erhielt überraschend ein Geschenk eines russischen Kommandanten

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Versorgung Wien 18. März 2025

Der "Picknickkorb" der Russen

Erika Nigl

Erika Nigl erinnert sich an Hilfe von den Russen 1945

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Versorgung Wien 14. Mai 2025

Der hungrige Bruder

Erika Nigl

Erika Nigl erinnert sich an den Hunger 1945

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Versorgung Wien 14. Mai 2025

Die Zitterpartie über den Semmering

Frau Keller

Ein Zug, die Angst, die russische Kontrolle am Semmering

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Versorgung Wien 14. Mai 2025

Erbsen, Uhren und Wasserversorgung 1945

Herbert Grünwald

Herbert Grünwald isst wie viele andere monatelang Erbsen

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Versorgung Wien 15. April 2025

Erinnerungen von Melitta

Melitta Matousek, Jahrgang 1955

Erinnerungen an Erzählungen meiner Familie aus der Nachkriegszeit in Wien

Ich bin im Jahr des Staatsvertrags als Älteste von drei Geschwistern geboren. Juden und Nazis: in unserer Familie wurde immer hinter vorgehaltener Hand geflüstert „der war auch Parteimitglied“, meine Mutter war mit einem Mädchen aus dem Reichsarbeitsdienst befreundet. Musiziert wurde mit einer Dame namens Seyss-Inquart – erst sehr viel später merkte ich etwas… Einladungen bei jüdischen Freundinnen waren oft. Ein Freund meines Großvaters, geboren 1898, „erzählte nie etwas vom KZ“, es blieb geheimnisvoll. Es wurde nie offen über diese Zeit geredet, eher nur Bemerkungen „die Oma war so mutig, sie ist immer in jüdische Geschäfts einkaufen gegangen“, oder „der RAD war eh nicht so arg, wir durften am Sonntag in die Kirche gehen!“ ? Meine Großmutter, geboren 1899, erhielt das eiserne Mutterkreuz: mein Vater hatte noch vier Geschwister. Als tiefgläubige Katholikin war sie sehr stolz darauf. Mein Vater, geboren 1914, lernte Neugriechisch in der Hoffnung, dann nicht „an die Front“ z...

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Versorgung Wien 28. März 2025

Futter für die Löwen und die Tierkinder

Frau Gruber

Frau Gruber erinnert sich an Kamele und die kaiserliche Kuh

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Versorgung Wien 13. Mai 2025

Geborgene Kindheit

Hildegard Langstadlinger, Jg. 1944

Mir ist es eigentlich nicht so schlecht gegangen. Ich habe nur mit meinen Eltern immer auf Zimmer-Küche gewohnt. Wohl Bad und WC haben wir schon gehabt. Aber mein Vater hat ein Friseurgeschäft gehabt, und er konnte nie eingezogen werden, weil er durch eine Halswirbelentzündung nicht so nach links schauen konnte. Er musste nie zum Militär. Er hat immer die Kommandantur rasiert oder Haare geschnitten. Ja, und er hat auch einen Ausweis gehabt, damit darf er nicht plötzlich zu einer Arbeit eingezogen werden. Und wenn er das hergezeigt hat, hat der gesagt Papiera gut, Papiera gut. Ich bin oft mitgefahren nach Oberösterreich , Essen holen. Dort habe ich entweder mit Mutter oder Vater in einem Bett geschlafen und wir konnten Kartoffeln holen und Fleisch und was man so braucht. Und so habe ich eigentlich meine Kindheit nicht so tragisch empfunden. Ich habe alles gehabt und mir war eigentlich nicht bewusst, dass da Krieg ist. Ich habe nur nicht alles haben können. Man wünscht sich oft zu vi...

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Versorgung Wien 9. Mai 2025

Heimarbeit und Hühnereier

Helga Matis, Jg. 1945

Helgas Mutter fertigt die ganze Nacht über Lampenschirme in Heimarbeit an. Auch Eier verkauft sie aus eigener Hühnerhaltung, doch zu essen gab es Hühnerfleisch nie - denn das Huhn war das Zeichen des Wohlstands.

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Versorgung Wien 31. März 2025

Heimlich Kühe melken auf der Donauwiese

Elfriede, Jahrgang 1930

Mit gefinkelten Ablenkungsmanövern für die russischen Soldaten gelingt es Elfriede und anderen Kindern, sich Milch zu besorgen. Quelle: Österreichische Mediathek Wien, Sammlung MenschenLeben

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Versorgung Wien 18. März 2025

Heizmaterial

Herbert Grünwald

Herbert Grünwald, 14, hilft seinen Großeltern

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Versorgung Wien 15. April 2025

Hundeschmalz

Peter Radacsics, Jg. 1940

Wegen Unterernährung bekam Peter Radacsics als Kind in Wien Fett aus Hundeschlachtungen zu essen.

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Versorgung Wien 31. März 2025

In Wien verschwanden plötzlich meine Bücher

Ilse Urbanek, Jg. 1935

Meine Mutter hat gefunden, ich müsste ins Gymnasium gehen. Oder ich sollte. Ich wollte auch. Und hat mich zur Großmutter nach Wien geschickt, wo es nichts gegeben hat, natürlich, noch viel weniger als draußen im Waldviertel. Im Lastzug konnten wir mit nach Wien fahren, meine Mutter und ich. Sie hat einen großen Rucksack mit Erdäpfeln und Sachen zum Essen mit gehabt. Und zu Fuß mussten wir dann von Strebersdorf über eine Behelfsbrücke in die Stadt marschieren. Und ich bin nur mit meinen Lieblingsbüchern gereist. Und irgendwann in den nächsten Wochen war plötzlich ein Buch weg und dann war das nächste weg. Erst Jahre später bin ich draufgekommen, dass meine Tante und meine Großmutter die Bücher auf dem Schwarzmarkt gegen Lebensmittel eintauschen mussten.

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Versorgung Wien 24. Juni 2025

Kriegssplitter

Erich Grubhofer

Erlebnisse in der Besatzungszeit

In den ersten Tagen der Besatzung stürmte eines Vormittags ein betrunkener Soldat ins Haus und forderte Schnaps. Als mein Vater ihm bedeutete, dass er keinen habe, bedrohte er ihn mit dem Revolver. Meine Mutter und ich, im Obergeschoss auf den Knien betend, hörten die Auseinandersetzung. Schließlich fiel das Wort „Dich erschießen!“ Mein Vater hatte sich, wie er später erzählte, eben auf die Hausbank im Vorhaus gesetzt, als gerade rechtzeitig ein Offizier eintrat und dem Soldaten den Revolver aus der Hand schlug. Aus: Erich Grubhofer, Est! Est! Est! Kriegssplitter 1944/45

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Versorgung Wien 25. April 2025