

Fluchtgeschichten Wien 15. April 2025
Bahn-Odyssee zu Kriegsende
Herbert Grünwald
Herbert Grünwald erlebt das Kriegsende mit Schulkameraden fern von Wien
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 15. April 2025
Herbert Grünwald flüchtet aus Wien
Herbert Grünwald
Herbert Grünwald flüchtet vor der Zerstörung
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 15. April 2025
Auf der Flucht vor den Russen
Herbert Grünwald
Herbert Grünwald flüchtet mit Mutter und Bruder aus Wien
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 15. April 2025
Verarbeitung der Kriegszeit in der Nachkriegszeit
Dr. Ortwin Heim
Erinnerung über Gespräche und Sichtweisen über die Kriegs- und Nachkriegszeit
"Über den 2. Weltkrieg und die Flucht meiner Familie mütterlicherseits wurde in unserer Familie nicht viel gesprochen. Wir wussten anfangs nur, dass sie 1945 stattgefunden hatte. Einzelheiten erfuhr ich erst später.. Die Nachkriegszeit von 1945 bis zum Anfang der 1950er Jahre kannte ich aus den Erzählungen und Berichten. Sie wurde als relativ unbeschwert dargestellt, vermutlich, weil der Krieg vorbei war und man sich endlich wieder wichtigen und angenehmeren Dingen zuwenden konnte. Gelegentlich wurden einzelne Ereignisse aus der Kriegszeit erzählt, aber keine größeren Zusammenhänge. Wir wussten, dass die Männer in unserer Familie als Soldaten im Krieg gekämpft hatten. Sie kamen alle unversehrt aus der Gefangenschaft zurück. Über dieses Kapitel sprach man ebenfalls wenig, einige Anekdoten sind mir bekannt. Im Geschichtsunterricht wurde das Thema 3. Reich in der Oberstufe im Leistungskurs ein halbes Jahr lang ausführlich behandelt. Jeder Schüler hielt ein Referat zu einem Thema, ic...
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 1. April 2025
Von Manila zurück nach Wien 1959
Ruth Steiner, Jahrgang 1944
Bin in Manila geboren, meine Eltern sind 1938 aus Wien geflüchtet auf die Philippinen, weil das war eines der Länder, die jüdische Flüchtlinge aufgenommen haben. Meine Eltern haben nie mit uns Kindern über die Situation in Wien gesprochen. Ich bin als 15-Jährige ins Internat nach Wien gekommen und habe das dann erst kennengelernt, was sich in Österreich abgespielt hat. Habe in Wien Jus studiert und habe mich sehr mit dem Thema auseinandergesetzt. Beschäftige mich mit dem jüdisch-christlichen Dialog und gehe auch in Schulen. Mein Vater hat immer gesagt, alle Österreicher sind Nazis und ich muss damit leben lernen.
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 29. März 2025
Flucht nach Tirol
Flucht nach Tirol
Meine Mutter flüchtet mit zwei Freundinnen vor den Sowjets nach Tirol
Flucht aus Wien vor den sowjetischen Truppen nach Tirol In meiner Kindheit habe ich oft die Geschichte meiner Mutter gehört, wie sie mit zwei Freundinnen kurz vor Kriegsende vor den sowjetischen Truppen aus Wien geflüchtet sind. Mit dem Fahrrad, meine Mutter Hedi mit dem alten Steyr Waffenrad ihres Vaters, die Fuchspelzstola meiner Großmutter um den Hals. Sie und ihre beste Freundin Annemarie waren Jahrgang 1924, Annemarie Schwester Joschi etwas jünger. Als sie bei Mauthausen vorbeikamen, sahen sie einen Zug Häftlinge in gestreiften Anzügen. Erschrocken fragten sie bei einer Bäuerin nach, wohin diese ausgemergelten Gestalten unterwegs waren.“ Die gehen ins Gas " war die Antwort. Meine Mutter hat mir glaubhaft versichert, dass dies das erste Mal war, dass sie und ihre Freundinnen von den grauenhaften Vorgängen in den KZs erfahren haben. Man wusste wohl, dass es Konzentrationslager gab, aber man dachte, es seien Straflager für Kriminelle . Die Bewohner der Umgebung eines KZ wus...
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 27. März 2025
Flucht, Vertreibung und Gefangenschaft
Karolina
Flucht vor den Russen. Kriegsgefangenschaft. Vertreibung aus Südmähren. Überleben in Wien.
Ich bin 1953 geboren. Ich berichte über Erzählungen , die ich in meiner Kindheit in meiner Familie über die Zeit nach dem Krieg gehört habe. 1) Die Geschichte meiner Mutter und ihrer Mutter, die 1945 vor den Russen flohen : Ein paar Jahre vorher waren sie aus Wien ins Burgenland gezogen. Jetzt flohen sie vor den Russen, über die man furchtbare Dinge hörte, konnten nur wenige Dinge mitnehmen und fuhren in einem Viehwaggon, der immer wieder an andere Züge angehängt wurde, mit anderen Familien an ein unbekanntes Ziel, wussten nie, wo sie am nächsten Tag aufwachen würden. Schließlich landeten sie in OÖ, wo die Amerikaner zuständig waren. Dort lebten sie jahrelang in einer Baracke. Geschichten auch von Luftangriffen, Sirenen und Tieffliegern und das Laufen zu einem Luftschutzkeller hörte ich. Von der Angst sprach meine Mutter, und dass sie aus Angst immer etwas essen musste. Es gab aber wenig, rationierte Lebensmittel, Butter, Brot, Mehl, Zucker nur mit Essensmarken. Sie konnte mit d...
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 24. März 2025
Die Flucht aus Sicht eines sechsjährigen Kindes
Christoph Bathelt
Das Schicksal der 14 Millionen deutschen Heimatvertrieben blieb viele Jahre wenig beachtet, Trauer- bzw. Traumaarbeit fand so gut wie nicht statt. Erst in jüngerer Zeit, wo die Erlebnisgeneration schon fast verschwunden ist, widmen sich Wissenschaftler dem Schicksal der „Kriegskinder“. Darum habe ich die Flucht meines Vaters als Graphic Novel herausgegeben. Das Trauma der Flucht und die anschließende bedürftige Kindheit hat meinen Vater zwar geprägt, aber niemals verbittert. Seine Erlebnisse bestätigen den Satz Viktor Frankls, wonach es nur zwei Menschenrassen gibt: nämlich die ‚Rasse‘ der anständigen Menschen und die ‚Rasse‘ der unanständigen Menschen. Darum freue ich mich, dass der Neue Welt Verlag und mein Freund, Prof. Birol Kilic, diese Intention verstanden und das Buch publiziert haben, um das Verbindende und damit Versöhnende darin zu dokumentieren.
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Fluchtgeschichten Wien 24. März 2025
Irgendwohin und zurück
Heinrich Thaler
Ostern 1945 flüchtet der junge Othmar aus Baden bei Wien auf abenteuerlichen Wegen mit dem Rad durch Österreich (Obertauern, Bad Gastein, Innsbruck) Aus den Aufzeichnungen eines nahen Verwandten wurde ein packendes und erschütterndes Buch geformt.
Buch, 345 Seiten Edition Rösner, 3.Auflage 2023 ISBN 978-3-9505405-5-0
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 20. März 2025
Rückkehr nach Wien
Friedl Benedikt
Die Schriftstellerin Friedl Benedikt kommt im Sommer 1950 erstmals zurück nach Wien. Am 2. September besucht sie im Geheimen ihr arisiertes Elternhaus.
2. September 1950 Gegen Abend wanderte ich die steile Straße, wo wir früher gewohnt haben, hinauf – nicht den Weg auf der Rückseite, wie ich es bisher getan hatte. Ich wusste, dass die Amerikaner eine Familie in unserem Haus einquartiert hatten, und erwartete, dass das Gartentor und das Haus versperrt sein würden. Aber das Tor war offen. Ich trat ein und schlich auf Zehenspitzen zum hinteren Garten, weil ich Angst hatte, jemandem im Haus zu begegnen und ausgefragt zu werden. Seit Jahren hatte sich niemand um den Garten gekümmert, und nun war er eine Wildnis aus Blumen, Brennnesseln und Gebüsch. Ich konnte mich kaum zurechtfinden, aber einige Bäume stehen noch, die ich allmählich wiedererkannte. Unser Garten grenzt an die Weingärten, und von seinem hinteren Ende aus hat man einen Ausblick über die ganze Stadt. Das weiß ich, aber schon jetzt, um ein Uhr nachts, kann ich mich nicht mehr erinnern, es gesehen zu haben. Ich ging wie von Blindheit geschlagen durch den Garten. Ich sah ni...
weiterlesenFluchtgeschichten Wien 18. März 2025
