Zeitzeugenberichte im Buch „Jugend unter Hitler“

Maria Grabner

Ich habe vor drei Jahren ein Buch über 25 Zeitzeugenberichte herausgegeben: die Interviewpartner:innen waren damals Jugendliche, deshalb heißt mein Buch auch „Jugend unter Hitler“. Sie haben den Krieg und Nachkriegszeit mitgemacht, sehr berührende Geschichten. Grabner, Maria / Watteck, Marina C. Jugend unter Hitler. Menschenschicksale im Dritten Reich – Zeitzeugen berichten. Kralverlag, 2021 Das ist im Kral-Verlag 2021 herausgekommen. Ich bin so froh, dass ich das gemacht hab und auch befreiend für die Menschen, dass sie das für die nachfolgenden Generationen erzählen konnten. Die Geschichten spielen in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Kärnten. Eine Dame erzählt vom Todesmarsch in Brünn.

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sonstiges Wien 19. Mai 2025

Krieg ist Mord

Herr Scheibenreiter

Herr Scheibenreiter über das Fazit seines Vaters

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sonstiges Wien 14. Mai 2025

Der Ruf nach einem "kleinen Hitler"

Herr Scheibenreiter

Herr Scheibenreiter über Nazi-Nostalgie

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sonstiges Wien 14. Mai 2025

80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs usw.

Rosemarie Philomena Sebek

Ich, Rosemarie Philomena Sebek, geb. 1939, erlebte den Zweiten Weltkrieg, die Besatzung und die Unterzeichnung des Staatsvertrags.

80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 70 Jahre „Österreich ist frei“. Ich, als uneheliches Kind im Dezember 1939 geboren, habe den Zweiten Weltkrieg, dessen Ende und den Abzug der Alliierten erlebt. Ab April 1944 war meine Mutter mir mir evakuiert in Kalchgrub bei Schärding, Oberösterreich. Da sich die Bombenangriffe durch die Alliierten vor allem auf Städte konzentrierten, ging man daran, Frauen mit kleinen Kindern aus den Ballungszentren zu evakuieren, das heißt in ländliche Gebiete zu verschicken. Dort war es sicherer, hieß es, und die Menschen konnten besser mit Lebensmitteln versorgt werden. So kam es, dass ich die Zeit zwischen meinem vierten und sechsten Lebensjahr auf dem Land verbrachte. Während der Zeit unserer Evakuierung fuhren wir einige Male nach Wien, wo mir mulmig zumut war, wenn Erwachsene in Hektik gerieten, da Sirenen heulten und im Radio der Ruf des Kuckucks ertönte, womit Tiefflieger angekündigt wurden. Dann schnappte mich ein Familienmitgli...

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sonstiges Wien 7. Mai 2025

Heimweh als Internatsschülerin der Blindenschule

Inge Ungerböck, Jahrgang 1939

1939 geboren und aufgrund eines angeborenen grauen Stars fast blind, kam Inge Ungerböck 1946 in die Blindenschule im 19. Bezirk in Wien, da das Blindeninstitut im 2. Bezirk noch völlig zerstört und ausgebrannt war. Inge U. kam damals ins Internat, die Zustände dort zur damaligen Zeit beschreibt sie als "ganz schlimm, katastrophal". Im Internat litt sie unter Heimweh, da sie stark an ihre Mutter gebunden war. In der Blindenschule waren auch viele Kinder, die beim Spielen furchtbare Unfälle durch Minen erlitten hatten, und dadurch ihr Augenlicht verloren hatten.

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sonstiges Wien 21. April 2025

Haft wegen NSDAP-Parteibuch im Kohlenkeller

Hr. Koitz

Ich erzähle die Geschichte meiner Lebensgefährtin, Jahrgang 1927, und die ihrer Mutter: Es war überall Vernaderung. Am 11. August 1945 ist die Mutter meiner Lebensgefährtin nicht mehr nach Hause gekommen. Die Mutter wurde von neidischen Nachbarn im Matteottihof im 5. Wiener Gemeindebezirk wegen ihrer seinerzeitigen Parteizugehörigkeit zur NSDAP angezeigt, weil diese zu einer Gemeindewohnung kommen wollten. Die schlimmste Erfahrung machte aber die Mutter mit ihrer Schwägerin. Um zu einer Wohnung zu kommen, verriet die Schwägerin den Behörden, dass sich das Parteibuch der Mutter im Kohlenkeller in einem Müllsack befindet. Sie hatte es, im Gegensatz zu den meisten, nicht sofort weggeworfen. Dabei hatte sich die Mutter nie politisch betätigt, im Gegenteil, sie hat als Straßenbahnschaffnerin schwer gearbeitet im Zweiten Weltkrieg (...) Erst eineinhalb Jahre später kam die Mutter meiner Lebensgefährtin frei, und zwar aus dem Grund, weil die Gerichtsbarkeit langsam arbeitete und we...

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sonstiges Wien 20. April 2025

Neue Verwendung der Nazi-Appellhallen

Franz Schindl

Franz Schindl wird DJ und lernt zu feiern

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sonstiges Wien 15. April 2025

Verstorbene Häftlinge im Schnee

Franz Schindl

Franz Schindl erinnert sich an das Lager in seiner Nähe

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sonstiges Wien 15. April 2025

Volksschule in der NS-Zeit und im Austrofaschismus

Herbert Grünwald

Herbert Grünwalds Klassenkollege mit dunkler Haut

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sonstiges Wien 15. April 2025

Der schwerste Bombenangriff auf Wien

Herbert Grünwald

Zeitzeuge Herbert Grünwald schildert den "Kuckuck", den damaligen Warnruf für die Bevölkerung über den Drahtfunk, und wie er mit seinem Bruder das Herannahen hunderter alliierter Bomber auf Wien am 12. März 1945 beobachtete.

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sonstiges Wien 15. April 2025

Mitten auf der Kreuzung eine Bombe herausgestanden

Herbert Grünwald

Es war absurd. Was haben wir sollen machen? - Zeitzeuge Herbert Grünwald schildert die Zerstörungen in der Inneren Stadt nach dem schwersten Bombenangriff auf Wien am 12. März 1945. Der Philipphof stürzte komplett ein und begrub hunderte Menschen unter sich, die in dem als besonders sicher geltenden Luftschutzkeller darunter Schutz gesucht hatten. Bis heute wurden nicht alle Opfer geborgen.

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sonstiges Wien 15. April 2025

Tschechischer Nationalismus

Herbert Grünwald

Herbert Grünwald im Theater in Iglau

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sonstiges Wien 15. April 2025

Die Russen und die Uhren

Herbert Grünwald

Herbert Grünwald Jg. 1931, erzählt einen Witz

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sonstiges Wien 15. April 2025

Mein Großvater, Bergungsleiche 194

Christine Schwarz, Jg. 1954

Am 12. März 1945 ist mein Großvater, Beamter im Unterrichtsministerium, verschüttet worden, da bei der Bombardierung der Oper auch der Philipphof neben der Albertina bombardiert worden ist. Mein Vater war an der Front in der Steiermark. Aufgrund der Nachricht vom Tod seines Vaters hat er sogar Urlaub bekommen. Er hat eine Nummer erhalten, der Großvater war Bergungsleiche 194. Hinten am Zentralfriedhof, an der Mauer, sind die Toten in Papiersäcken in provisorische Gräber gelegt worden. Als mein Vater eine oder 2 Wochen nach dem Tod seines Vaters in Wien angekommen ist, hat er den Papiersack aufgemacht. An den Haaren hat er seinen Vater erkannt. Jedes Mal, wenn wir bei der Albertina vorbeigegangen sind, hat uns unser Vater diese Geschichte erzählt. Ich hab unseren Großvater natürlich nicht gekannt, ich bin ja erst neun Jahre später zur Welt gekommen. Aber du hast einfach gespürt... Mein Vater hat immer gesagt, im Grunde hat ihm der Tod seines Vaters das Leben gerettet, weil die Einhei...

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sonstiges Wien 6. April 2025

Die Sicht von unten

Dr. Helmut Friedrichsmeier

KIndheitserinnerungen aus dem Salzkammergut (1948-1955) Unter dem Titel "Die Sicht von unten" . In Buchform erschienen im Verlag Bibliithek der Provinz.

Kurzgeschichten über alle Bereiche des damaligen Lebens, z.B.: Einquartierungen von Soldaten und Flüchtlingen, Weiterleben des "Führer-Mythos", Kriegsinvalide, prägende Kindheitserinnerungen an die Besatzer, Zonengrenzen und die Probleme/Gefahren bei deren Überquerung, Wiederbelebung des Tourismus mit einfacher Infrastruktur, etc.

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sonstiges Wien 26. März 2025