Bei Gesprächen über den Krieg ging mein Vater

Ludwig Blamberger, Jg. 1943

Ich kann mich nur an eines erinnern, dass viele Männer, wenn wir einen Ausflug gemacht haben, dann immer irgendetwas über den Krieg erzählt haben. Und dass mein Vater dann immer aufgestanden und gegangen ist. Also das sind die Eindrücke. Zu Hause hat er nie drüber geredet. Und auch alle Gespräche mit anderen über den Krieg hat er gemieden, wenn die meisten über Kriegserlebnisse, wo sie Helden waren, erzählt haben. Ich habe nur eine Erinnerung, dass er in Kiew war, in der Ukraine und irgendwo am Rande mit diesen Erschießungen zu tun hatte. Ja, ich bin ein absoluter Pazifist. Ich habe das einfach erlebt, was da war und der Verlust. Und ich sehe diese vielen Leute, die gestorben sind. Also für mich war das eine Geschichte, die unvorstellbar ist und ich fühle mich auch in dieser Zeit hier nicht wohl, wo ein Schritt zurück passiert in die Vergangenheit und man sich wieder gegenseitig über Kontinente hinweg anbrüllt, und das ist einfach eine fürchterliche Geschichte.

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Heimkehrer Oberösterreich 25. Juni 2025

Als mein Vater fast erschossen wurde

Elfriede Jira

Elfriede Jiras 17jähriger Vater als Deserteur

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Heimkehrer Oberösterreich 13. Mai 2025

Codes in der Feldpost

Franz Weismeier

Franz Weismeiers Vater schreibt Briefe aus Bremen

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Heimkehrer Oberösterreich 13. Mai 2025

Vater ließ die Leute fürs Mehl anschreiben

Maria Peham, Jahrgang 1968

Mein Vater ist mit 17 zur Ausbildung als Soldat nach Frankreich geschickt worden und war dann in russischer Gefangenschaft. Die Ereignisse haben ihn lebenslang geprägt. Eine Depression, die sich im Alter zu einem schweren Verlauf entwickelt hat. Nach dem Krieg hat er, wie vorgesehen, die Mühle in Oberösterreich übernommen, im Tal der sieben Mühlen, wo ich auch aufgewachsen bin. (..) Und nach dem Krieg, hat er dann immer erzählt, waren viele Leute sehr hungrig und konnten nicht zahlen, wenn sie Mehl geholt haben in der Mühle. Er hat sie nie weggeschickt, sondern hat sie anschreiben lassen. Und vieles wurde auch dann nicht bezahlt. Und die Anekdote dazu war, als in den 70er Jahren mein Bruder ein Mofa hatte, hat ihn mein Vater losgeschickt und gemeint, es gibt noch Leute, die ihm Geld schulden, und wenn er das eintreiben mag, kann er es behalten. Mein Bruder war sehr geschäftstüchtig und hat das dann gemacht. Meine Oma, die ich nie gekannt habe, ist kurz nach dem Krieg 1948 ge...

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Heimkehrer Oberösterreich 18. April 2025

Heldenmythos war vorbei

Erna Putz, Jg. 1946

Mai 1945, die Kriegsrückkehrer sind traumatisiert: Der Vater konnte abhauen, hat noch eine Woche im Untergrund gelebt und war zurück. Er und seine Altersgenossen haben viel über den Krieg geredet, auch über die anderen, die in Gefangenschaft waren. Was ich jetzt noch weiß ist, dass das Heldenthema vorbei war. Sie haben immer wieder gesagt, es ist kein Wunder, dass der Franz nichts zu Wege bringt, das alles an seiner Frau hängt. Der hat zweimal das Eiserne Kreuz bekommen, der hat elf Panzer abgeschossen. Der ist mit den Nerven fertig.

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Heimkehrer Oberösterreich 5. April 2025

Aus dem Tagebuch meines Vaters

Irmgard Maislinger

In meiner Kindheit und Jugend wurde nicht über den Krieg gesprochen. Nach dem Tod meiner Eltern, wurde das Tagebuch meines Vaters gefunden, das er während der 5 1/2 Jahre im Krieg geführt hat.

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Heimkehrer Oberösterreich 24. März 2025