

die gestohlene kuh
franz braunwieser
diebstahl - hunger - familiärer zusammenhalt
1944 bewirtschftete meine mutter alleine den bauernhof, mein vater war in russland und kam 1948 erst aus der gefangenschaft heim meine schwester war 5, ich 3 als die mutter früh morgens in den stall zum melken ging und da war eine der beiden kühe einfach weg man hatte sie uns in der nacht gestohlen die verbliebene kuh kam zur sicherheit zum mesner und bauern in der ortsmitte, das hatte der bürgermeister so unterstützt damit unsere letzte nahrungsquelle -besonders für uns kleinkinder - gerettet und gesichert war es waren ja auch noch 2 Cousins (2,4 jahre), die schwägerin, ehnl und ahnl (die grosseltern) und ein französischer zwangsarbeiter am hof jeden tag 2x musste meine mutter nun 20 min zum melken ins dorf gehen gut dass wir eine so grosse familie waren und zusammen geholfen haben die väter waren im krieg die frauen mussten alles alleine bewältigen
weiterlesenVersorgung Salzburg 24. April 2025
