Corporate Identity für Angewandte-Klasse

Roland Radschopf, Kommunikationsdesign

Ursprünglich wollte er Comic-Zeichner werden: Roland Radschopf, Jahrgang 1985, der an der Wiener Angewandten Kommunikationsdesign studiert. Seit 2008 arbeitet er als selbständiger Grafik-Designer. Kürzlich erfuhr er, dass sein Konzept für die neue Corporate Identity für die Kommunikationsdesign-Klasse ausgewählt wurde.

"Ich hatte von Kindheit an überdurchschnittliches Talent im Zeichnen. In der Folge habe ich mich dann an der Graphischen beworben und wollte ursprünglich Comic-Zeichner werden, was in Österreich aber nicht so einfach ist.

Schließlich hat sich mein Interesse auf Grafikdesign konzentriert. Als ich nach der Matura die Meisterklasse der Graphischen absolvierte, wurde ständig von der Angewandten gesprochen.

So habe ich recherchiert und herausgefunden, dass es das Studium Grafik und Werbung gibt. Und dass man da genau das lernt, was mich interessiert: Konzeption und Kreation, also Ideen zu entwickeln", erzählt Roland Radschopf, gebürtiger Niederösterreicher, der nun in Wien lebt, Jahrgang 1985, über seine Anfänge.

Seit 2009 studiert er an der Wiener Angewandten bei Matthias Spaetgens Kommunikationsdesign/Grafik und Werbung. Das Magister-Studium wird er bis Ende 2014 abschließen.

Davor hatte Radschopf bis 2005 die Klasse für Grafik-Design an der Wiener Graphischen absolviert und mit der Matura beendet. Danach besuchte er die Meisterklasse an der Graphischen.

Ausgesucht wurde Radschopf von Studienleiter Matthias Spaetgens und Peter Stoeckl aufgrund des kontinuierlich hohen Niveaus seiner Konzepte und seiner grafischen Umsetzungen.

Seit 2008 selbständig

Seit vier Jahren ist Radschopf als selbständiger Grafik-Designer unter dem Pseudonym "Demonstrative" tätig.

Abwechslungsreiche Vielfalt

"Es ist eine Herausforderung, denn jedes Projekt ist ja eine neue Sache. Selbst wenn es im gleichen Bereich ist. Das Schöne an diesem Beruf ist die Vielfalt", charakterisiert der junge Grafik-Designer seinen Zugang.

Konzeption als Qualitätsmerkmal

"Prinzipiell muss das Konzept für das jeweilige Projekt gut überlegt und ausgefeilt sein. Denn die Konzeption zeichnet die Qualität einer Arbeit aus."

Angewandte-Mannschaft "Purple Unicorns"

Zu einer der wichtigsten Arbeiten von Roland Radschopf zählt das Design für die "Purple Unicorns", die Fußballmannschaft seiner Klasse an der Angewandten, die 2011 entstanden ist:

"Das Logo unserer Mannschaft ist ein abstrahiertes Einhorn, das elf Beine hat – jedes Bein steht also für einen Spieler. Alle elf Spieler laufen gemeinsam unter einem überdimensionalen Trikot auf das Feld. Die Aussage: wir funktionieren wie eine Einheit. Es ist auch eine Anlehnung an das Trojanische Pferd.

Zwei Kollegen haben die 'Purple Unicorns'-Hymne komponiert und angefeuert wird die Mannschaft, die einmal pro Woche trainiert, von den 'Purple Unicorns'-Cheerleaders. Es geht hier nicht nur um Sport, sondern auch um Networking", erläutert Radschopf seine erfolgreiche Umsetzung, die in Berlin ihre Premiere hatte.

Nun soll ein Verein gegründet werden, um günstige Trainingsmöglichkeiten zu erhalten. Denn die "Lila Einhörner" wollen künftig alle existierenden Mannschaften der Uni-Kreativklassen herausfordern.

Headline-Kampagne für "oan"

Zu den jüngsten realisierten Projekten Radschopfs zählt seine Headline-Kampagne für das vegetarische Restaurant "oan" – die Abkürzung steht für "organic and natural" - in Wien-Währing, das im März 2011 eröffnet wurde:

"In meiner Headline-Kampagne geht es um den vegetarischen, um gesunde Kost und Bio-Bereich. Dabei habe ich mit kurzen, prägnanten Sätzen gearbeitet.

Der Kunde soll diese subtile Werbung gar nicht sofort verstehen. Aber wenn er sie dann durchschaut, hat er ein Erfolgserlebnis. Bei dieser Arbeit habe ich mit der Intelligenz der/des Konsumenten/in gespielt."

Corporate Identity für Angewandte-Klasse

Und wie Roland Radschopf jüngst erfuhr, wurde sein Konzept für die geplante neue Corporate Identity für die Kommunikationsdesign-Klasse von Studienleiter Matthias Spaetgens angenommen.

Das Konzept hat der junge Grafik-Designer mit seinem Kollegen Daniel Kovacs entwickelt. Mit ihm arbeitet Radschopf derzeit auch an der Gründung eines Kollektivs für Konzeption und Design.

Corporate Design im Fokus

Derzeit arbeitet er an einem Corporate Design für die Autobranche. Wie lauten die Zukunftswünsche des jungen Grafik Designers?

"Ich würde künftig gerne in einer größeren Agentur Fuß fassen und Erfahrungen sammeln. Mein Ziel ist es, mich auf dem Gebiet des Corporate Design zu spezialisieren. Aber ich schließe auch den Bereich Werbung nicht aus. Und vielleicht eröffne ich ein kleines Atelier und mache mich später selbständig", so Roland Radschopf.