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Talentebörse

Maija Karklina, Klavier

Maija Karklina, geboren 1987 in Lettland, studiert Konzertfach Klavier an der Kunstuniversität Graz.
Sie ist mehrfache Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u. a. beim "Concours musical de France" (Paris), und konzertiert als Solistin und Kammermusikerin mit dem Karklina-Trio.

Maija Karklina: Chopin, Etude gis-Moll op. 25 Nr. 6

Karklina Trio: Haydn, Klaviertrio E-Dur Hob. XV:28, 3. Satz

Was ist Kunst?

Ich sehe mich "nur" als Ausführende bzw. Interpretin von Kunstwerken. Für mich ist es das Schönste, wenn ich es geschafft habe, dem Publikum die Stücke verständlich und emotionell treffend zu präsentieren.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Meine ältere Schwester hat mit Klavierlernen begonnen, als ich vier war, und damals wollte ich so ziemlich alles machen, was sie machte. Also lag ich meiner Mutter so lange in den Ohren, bis sie auch mich zur Musikschule brachte.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Ich denke, erst muss man wollen. Ohne Wollen kommt man (zumindest in der Musik) nicht zum Können, da, um die handwerklichen Fertigkeiten zu erlangen, ein langjähriges Üben, das mit einer starken Willenskraft verbunden ist, notwendig ist.

Wo würden Sie am liebsten auftreten?

Am meisten macht es mir Spaß, vor einem großen Publikum in großen, schönen Sälen zu spielen.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Wer würde mit mir gerne zusammenarbeiten?

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Es ist eine Frage der Qualität des Marktes.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Der Markt ist unersättlich.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für mein Begräbnis.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Der Ort ist mir nicht so wichtig. Aber hoffentlich bei bester Gesundheit und - mit dem Leben zufrieden - am Klavier sitzend.

Haben Sie einen Plan B?

Nein.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Im Zug, als ich ein Stück reifen Appenzeller in der Tasche hatte.

Wollen Sie die Welt verändern?

Ich glaube, dass es nicht in meiner Macht stünde.

12.04.2013

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