Kepler-20e

NASA/Ames/JPL-Caltech

Planeten um ferne Sonnen

Der Astrophysiker Arnold Hanslmeier über Exoplaneten und die Suche nach außerirdischem Leben.
Teil 5: Sauerstoff als Bioindikator
Gestaltung; Thomas Thaler

Seit etwa 25 Jahren ist es möglich, Planeten um entfernte Sterne nachzuweisen. Dazu müssen kleinste Helligkeitsschwankungen über längere Zeiträume exakt gemessen werden. Obwohl Planetenjäger viele Erfolge feiern konnten - es gibt inzwischen etwa 5000 nachgewiesene Exoplaneten - sind viele Fragen nach wie vor offen.
Beobachten lassen sich bis jetzt vor allem sehr große Planeten, die sehr nahe um ihren Stern kreisen und daher einen gut messbaren Einfluss ausüben. Kleine, erdähnliche Gesteinsplaneten lassen sich nur in Einzelfällen nachweisen. Besonders schwierig ist das bei jenen Objekten, die ihre Sonne im richtigen Abstand umkreisen, um gute Bedingungen für die Entstehung von Leben zu bieten.
Astrophysiker können daher noch nicht beurteilen, ob Verhältnisse, die denen unseres Sonnensystems entsprechen, häufig vorkommen oder ein seltener Sonderfall sind. Der Beantwortung der zentralen Frage "Sind wir allein im Universum?" wird wohl noch etwas auf sich warten lassen.

Service

INTERVIEWPARTNER:
Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier
Karl-Franzens-Universität Graz
Institut für Physik

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