Über Essgewohnheiten und ihr Ablaufdatum

Satt ist nicht genug.
Von Marlene Nowotny

1967 findet in Wien eine - zumindest aus heutiger Sicht - kurios anmutende Großveranstaltung statt: Beim fünften Weltkongress der Konservenindustrie treffen 500 "Dosen-Lobbyisten" zusammen, um das Image von Eingelegtem und Eingekochtem aufzupolieren. Denn Corned Beef oder Bohneneintopf erinnert viele an den Krieg und damit an Zeiten der Entbehrung.

Außerdem machen andere, ebenfalls haltbare Produkte der Dose Konkurrenz: Ende der 1960er Jahre haben 60 Prozent der Haushalte einen Kühlschrank bzw. Tiefkühler. Langsam aber sicher gewöhnen sich die Menschen daran, dass Lebensmittel unabhängig von der Saison und ihrem Ursprungsland erhältlich sind. - Heute, 50 Jahre später, hat die Globalisierung voll zugeschlagen: Avocados aus Peru, Weintrauben aus Südafrika, Reis aus Indonesien.

Und gesund soll das Essen auch sein. Das war in vergangenen 50 Jahren nicht immer so. - Welche gesundheitlichen und ökologischen Konsequenzen hat unser Ernährungsverhalten? Und wie könnte unser Speiseplan in 50 Jahren aussehen?

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