Wahlkarte wird in Urne gegeben

APA/DPA/ARNE DEDERT

Über die soziale Repräsentativität von Wahlen

Wessen Stimme zählt?
Von Tanja Malle

"Die Wahlbeteiligung sinkt und ist nicht mehr sozial repräsentativ". Zu diesem Schluss kommt eine umfangreiche Studie der Bertelsmannstiftung zur Bundestagswahl in Deutschland im Jahr 2013 sowie Folgestudien zu verschiedenen Regionalwahlen. Die Ursache: Nichtwähler/innen finden sich zwar quer durch alle Bevölkerungsgruppen, allerdings haben sich Angehörige sozial benachteiligter und bildungsferner Schichten übermäßig stark von der politischen Teilhabe zurückgezogen.

Die Forscher/innen sprechen von einer "sozialen Spaltung der Wahlbeteiligung", denn in der wirtschaftlich stärkeren Mittel- und Oberschicht sei die Wahlbeteiligung zuletzt angestiegen. Dazu kommt eine weitere Entwicklung: Von der österreichischen Nationalratswahl im September 2017 wurde eine Million Menschen, die hierzulande lebt, ausgeschlossen, weil sie über keinen österreichischen Pass verfügt. Wie könnte eine Demokratisierung der politischen Mitbestimmung aussehen, damit mehr Menschen wählen und an Politik teilhaben?

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