Ambiente - von der Kunst des Reisens

(Wiederholung von Sonntag 10.05 Uhr)

Blaudruck in Steinberg-Dörfel & Friedensburg Burg Schlainig - ein kultureller Ausflug ins Burgenland

Blaumachen hat etwas Positives. Nicht nur hinsichtlich einer spontan genommenen Auszeit, sondern auch in produktivem Sinn. Im Mittel-Burgenland färbt die Familie Koó seit über 100 Jahren blaue Textilien. Und das mit UNESCO-Auszeichnung für das immaterielle Welt-Kulturerbe. Wie genau das Blaufärben geht, ist genauso eine Reise wert wie die Burg Schlaining ein paar Kilometer weiter südlich. In Stadtschlaining steht seit mehr als 40 Jahren der Frieden im Zentrum. Nach einer jüngst erfolgten Sanierung der Burg hat gerade jetzt das Österreichische Friedenszentrum (ACP) große Aufgaben. Ilse Huber hat sich für Ambiente umgesehen.


Die Schwarzföhre bei Waldegg - Lokalaugenschein bei einem der ältesten Bäume Österreichs

Sie steht inmitten eines ausgedehnten Föhrenwaldes knorrig auf einem Felsen und hat über 800 Jahre auf dem Buckel: eine uralte Schwarzföhre bei Waldegg im Piestingtal. Im Vergleich zu ihren Artgenossen ist sie kleingewachsen und wohl besonders zäh. Sie ist der älteste Baum ihrer Art in Österreich. Wie keine andere Baumart prägt die sogenannte "österreichische Schwarzföhre" den Alpenostrand: Austrian pine, pin noir d'Autriche, pino nero d'Austria. Im südlichen Niederösterreich stellte sie die Lebensgrundlage vieler Familien dar. Das Handwerk der Pecherei, die Gewinnung und Verarbeitung des Baumharzes der Schwarzföhre, wurde 2011 von der heimischen UNESCO-Kommission in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Österreichs aufgenommen. Heute gibt es nur mehr einen hauptberuflichen Pecher. Was würde der Baum-Methusalem im Piestingtal über die Landschaft erzählen, in der er seit Jahrhunderten steht? Shenja von Mannstein begibt sich für Ambiente im Zyklus der Jahreszeiten zu vier unterschiedlichen, sehr alten Bäumen. Den Auftakt macht die über 800 Jahre alte Schwarzföhre.

Gastein und sein Radon. Heilende Strahlentherapie im Gasteinertal

Die heilende Wirkung des Gasteiner Thermalwassers war den Menschen bereits vor mehreren hundert Jahren bekannt. Auch fiel auf, dass die Bergbauarbeiter im hinteren Gasteinertal, wo Erze abgebaut wurden, körperlich nicht so stark abgearbeitet wirkten, wie sonst Bergleute, die unter Tage tätig waren. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit wurden die Thermalquellen im heutigen Bad Gastein gelegentlich genutzt, wird zumindest vermutet. Und im 14. Jahrhundert kam der Adel auf den Geschmack des Badens. Ende des 19. Jahrhunderts genoss das "Who-is-who" der politischen und künstlerischen Szene der Kaiserreiche Österreich und Deutschland die wohltuenden Bäder in Bad Gastein - die Blütezeit des Kurorts. Seit über 100 Jahren wird radonhaltiges Thermalwasser gezielt zur Therapie eingesetzt. Zum Beispiel in Form von Wannenbädern, wie in der Alpentherme Bad Hofgastein oder auch im Heilstollen in Böckstein. Margit Atzler fuhr für Ambiente ins Gasteiner Tal und probierte das Radon Wannenbad selbst aus.

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