Wilhelmine Goldmann

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Im Gespräch

Wilhelmine Goldmann, Schriftstellerin

"Ich wollte der historischen Wahrheit auf die Spur kommen"
Renata Schmidtkunz mit der Schriftstellerin Wilhelmine Goldmann

Warum hassten die Bürgerlichen die Sozialdemokraten so, dass sie ihre Vernichtung wollten? Warum gerieten die Sozialdemokraten, die in der 1. Republik den Sozialstaat etablierten, in die politische Defensive? Warum war ihr friedliebender Vater 1934 bereit, ein Gewehr in die Hand zu nehmen? Der Hass der Bürgerlichen auf die "Sozis" halte sich bis heute, schreibt Wilhelmine Goldmann. Sie habe das in ihrem Berufsleben erlebt. Nun hat sie ihre Fragen und Antworten niedergeschrieben: in "Rote Banditen - Geschichte einer sozialdemokratischen Familie" begibt sie sich auf eine Spurensuche. Sie schreibt über ihre Eltern, die als überzeugte Sozialdemokraten für Gerechtigkeit und Bildung kämpften - und 1934 gegen die Dollfuß-Diktatur. Ihr Vater wurde später Bürgermeister von Traiskirchen. Sie selbst studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete 20 Jahre in der Arbeiterkammer Wien. Danach war sie 16 Jahre lang als Managerin in der ÖIAG, beim Postbus und in der ÖBB Personenverkehr AG tätig. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz sagt Goldmann, dass die schmerzlichen Erfahrungen des Jahres 1934 bis heute Konfliktstoff in der österreichischen Innenpolitik seien.

Service

Wilhelmine Goldmann, Rote Banditen - Geschichte einer sozialdemokratischen Familie, 2023 Promedia

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