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Musik
Musikprotokoll 2014

Zeit-Ton

Donnerstag
09. Oktober 2014
23:03

ORF musikprotokoll 2014. Ringelspiel als Konzertpodium.
Gestaltung: Rainer Elstner

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tvthek.ORF.at - musikprotokoll: Merry-Go-Round

Beim heurigen "ORF musikprotokoll im steirischen herbst" kann man Neue Musik neu erfahren. Das gilt ganz allgemein und im Besonderen für einen der zentralen Orte des heurigen Festivals, das vom 9. bis 12. Oktober in Graz stattfindet: Ein Ringelspiel, aufgestellt am Karmeliterplatz. Das Karussell wird die Bühne für Kompositionen sein, die speziell für diesen Ort geschaffen worden sind. Werke also, denen die Fliehkräfte und der Doppler-Effekt neue Dimensionen erschließen werden.

Vor fünf Jahren hat das ORF musikprotokoll zusammen mit acht europäischen Partnerfestivals des Festival-Netzwerkes ECAS/ICAS (European und International Cities of Advanced Sound) das Netzwerkprojekt "Networking tomorrow's art for an unknown future" begonnen, eine gemeinsame Suche nach "Tools for an unknown future", - nach Instrumenten für eine ungewisse Zukunft, die es diesen und artverwandten Festivals ermöglichen, in einem immer rauer werdenden wirtschaftlichen Klima weiterhin ein Nährboden für neue und experimentelle Musik und artverwandte Kunstformen zu sein.

Kurz vor Projektabschluss im Mai 2015 hat das ORF musikprotokoll nun alle Partnerinstitutionen eingeladen, Künstler/innen zu nominieren, die das Karussell musikalisch in Bewegung versetzen. Aus Österreich werden zwei Stücke kommen, eines von Pia Palme und Electric Indigo und eines von noid. Ein Merry-go-round für Fortgeschrittene.

Installation mit Musik von Ben Frost

Seit dem Ende der 1990er-Jahre tobt im Osten der Demokratischen Republik Kongo ein Bürgerkrieg, in dem bis heute mehr als fünf Millionen Menschen ums Leben gekommen sind. Der irische Filmemacher und Fotograf Richard Mosse war gemeinsam mit dem Kameramann Trevor Tweeten zwei Jahre lang in diesem Gebiet unterwegs – dabei entstand die filmische Installation The Enclave: Sie hält die beängstigenden Eindrücke des Albtraums Krieg auf einem 16-mm-Infrarotfilm fest, und zwar nicht aus der dokumentierenden Perspektive eines Kriegsreporters, sondern als künstlerisch-persönliche Annäherung an das Grauen.

Sechs große doppelseitige Leinwände ermöglichen im vollständig abgedunkelten Space04ein beinahe körperliches Eintauchen in die Installation, wobei die Betrachter/innen – anders als in einem Kino – gezwungen sind, aus unterschiedlichen räumlichen Blickwinkeln zu interagieren. Auf diese Weise wird die rohe Brutalität des Kriegs gezeigt, sowohl seitens der kämpfenden Milizen als auch aus der Perspektive der bedrohten Zivilbevölkerung. Für den beklemmenden Sound hat Ben Frost Aufnahmen zusammengestellt, die in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu gesammelt wurden.

Gestaltung: Rainer Elstner · zur Sendereihe

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