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Wissen

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Donnerstag
09. März 2017
19:05

"Glücklich ist, wer vergisst ...".
Vom Nutzen einer lückenhaften Erinnerung.
Von Eva Obermüller.

Schon wieder etwas vergessen? - In den allermeisten Fällen ist das kein Anzeichen für ein altersschwaches Gehirn oder Schlimmeres - sondern ganz normal. Denn ohne Vergessen würde unser Gedächtnis nicht funktionieren. Man stelle sich das Gegenteil vor: jede Kleinigkeit bliebe für immer im Kopf. Menschen, bei denen das tatsächlich so ist, attestieren Mediziner eine Störung. Ihnen wird die detailgetreue Erinnerung zur täglichen Qual. Denn der Psyche tut es gut, wenn manche Ereignisse verblassen.

So übersteht man schwierige Lebensphasen anscheinend besser. Und trotzdem hat das Vergessen nicht den besten Ruf. Es gilt als Vorbote des geistigen Verfalls, obwohl sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse mehren, die ihm eine Nützlichkeit zugestehen. Salopp gesagt: Erst das Vergessen macht den Menschen lebenstüchtig.

Gestaltung: Eva Obermüller · zur Sendereihe

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