15.000 beim Tag der offenen Tür
Samstag ist traditionell der Haupttag der Ars. In diesem Jahr galt das umso mehr, als der neue Festivalort, die Linzer Tabakfabrik, bei freiem Eintritt zu besuchen war. 15000 Menschen nützen diese Gelegenheit, erstmals den Riesenkomplex von innen zu sehen. Damit hat die Ars an einem einzigen Tag so viele Besucher/innen verzeichnet, wie in vergangenen Jahren während des halben Festivals.
Viele Leute strömten wegen der interaktiven und Medienkunst in die alten Hallen, ebenso viele aber um des Gebäudes selbst willen.
"Das entspricht dem, wie heute im Kulturbereich gestaltet werden sollte", war der Vorsitzende der Creativwirtschaft Austria, Roland Alton, von der Fabrik als Festivalschauplatz angetan, besonders davon, dass Leute Raum bekamen, um ihre Ideen zu präsentieren wie bei den "Digital Communities. "Jeder sollte herkommen und etwas vorstellen können. In diesem Gebäude ist genug Platz dafür", sagte Alton.
Viele Linzer/innen haben die "Tschikbude" zum ersten Mal von innen gesehen.
Die industrielle Vergangenheit des Orts ist auf Schritt und Tritt zu sehen (und in den Hallen auch zu riechen).
Der Entwurf zur Tabakfabrik stammt von Peter Behrens und Alexander Popp.
Der Verwaltungstrakt beeindruckt immer noch durch sein stimmiges Farbkonzept und die Qualität der Ausführung
In der sogenannten Lösehalle finden am Sonntag zahlreiche Konzerte statt. Das Ö1 Kunstradio überträgt live ab 23:03 Uhr.
Die Dimensionen der Tabakfabrik sind enorm. 80.000 Quadratmeter warten auf ein Nutzungskonzept.
Das alte Kraftwerk hat skulpturalen Charakter.
Der Tag der offenen Tür dauerte bis in die Abendstunden.
Die deutsche Musikformation AGF funktionierte die Fabrikshallen zur "Medienfassade" um.
Während in der Tabakfabrik noch Clubbingähnliche Zustände herrschten, ließ Hubert Lepka bei der visualisierten Linzer Klangwolke seinen Baby Jet auffahren. 70.000 Menschen verfolgten laut Veranstalterangaben das Spektakel im Linzer Donaupark.
05.09.2010