Schmied relativiert Lehrermangel
"Jede Stunde wird gehalten"
Chemie-, Physik- und Mathematiklehrer sind besonders gesucht in diesen Tagen. Viele Schulen melden Lehrermangel. Doch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hält die Situation für nicht dramatisch. Sie versichert, dass auch in diesem Schuljahr jede Schülerin, jeder Schüler den vorgesehenen und vorgeschriebenen Unterricht bekommt.
8. April 2017, 21:58
"In jedem Fall eine Lösung"
Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) im Mittagsjournal-Interview vom 14.09.2010 mit
"In jedem Fall eine Lösung"
Im Ö1-Mittagsjournal-Interview relativiert Schmied den Lehrermangel: 120.000 Lehrerinnen und Lehrer würden in Österreich beschäftigt. Und jetzt gebe es bei rund 0,5 Prozent einen Mangel. Das sei eine sehr genaue Prognose, in der Wirtschaft wäre sie froh über eine derartige Planungssicherheit. Grund dafür seien, dass es nun kleinere Klassen und Kleingruppenunterricht gebe. Dennoch werde jede Unterrichtsstunde gehalten, "und sie wird sehr gut gehalten". Schmied bestreitet, dass die Situation wie eine Naturkatastrophe hereingebrochen sei: "Wir sind seit vielen Monaten im Gespräch, und dass jede Unterrichtsstunde stattfindet, spricht für sich." Schmied verspricht auch, dass gemeinsam mit den Schulräten in jedem Fall eine Lösung gefunden werde.
Mehr Quereinsteiger
Ein weiterer Grund sei, dass Vorgängerregierungen keine offensive Bildungspolitik betrieben und tausende Lehrerposten gestrichen hätten. "Wir sind jetzt genau anders rum unterwegs." Dass sich das neue Lehrerdienstrecht, das einige Probleme lösen könnte weiter verzögert, erklärt Schmied damit, dass das ein Jahrhundertprojekt sei. Da sei es ihr wichtig, dass das nun gemeinsam erarbeitet werde. Fortsetzen und ausbauen will Schmied den Weg, dass "Quereinsteiger" aus anderen Berufen den Lehrer-Job ergreifen. Sie will dazu ein berufsbegleitendes Ausbildungsangebot einrichten.
