Stimmen Gottes

Zu Pfingsten 1999 fand in den Ruinen des El-Badia-Palastes ein ganz besonderes Fest der Spiritualität statt, bei dem Musikgruppen, Sängerinnen und Tänzer aus 14 unterschiedlichen Kulturen zusammentrafen: das Festival "Stimmen Gottes".

Pfingsten 1999 fand in Marokko ein einzigartiges Ereignis statt. Rund 100 Musikerinnen und Musiker folgten dem Ruf André Hellers und kamen nach Marrakesch, um im großartigen Innenhof einer Lehmpalastanlage aus dem 16. Jahrhundert miteinander und füreinander unter dem Titel "Stimmen Gottes" ein Fest der Musik zu geben.

Fest der Sinne

"Stimmen Gottes" will heißen, dass es um spirituelle Musik im weitesten Sinn geht. "Musik ist Kult", sagt André Heller. "Ihr Klang ist Beschwörung des Unsichtbaren, aber auch Beschwörung von Mensch und Umwelt." Und so wurde diese Begegnung verschiedenster Kulturen in der mit riesigen Wasserbassins und Orangenhainen ausgestatteten Palastruine, die obendrein auch noch von Störchen und Fröschen ohne Zahl bevölkert wird, nicht nur zu einem Fest der Musik, sondern auch zu einem Fest der Sinne und der Schönheit.

Alle Musizierenden auf der Bühne

Vor dem großen Turm des Badia-Palastes war eine Arena-artige, mit Teppichen ausgelegte Bühne aufgebaut. Auf dieser nahmen die in prachtvolle Kostüme gekleideten Musikerinnen und Musiker Platz und traten jeweils nur vor, um ihre Kunst einer ausgewählten Schar von Beduinen und den anderen Musikerinnenn und Sängern darzubieten.

Darunter waren so berühmte wie die Sabri Brothers aus Pakistan, der bulgarische Frauenchor Angelité, die Black Lodge Singers aus Zentralafrika, amerikanische Indianer, Inuit-Frauen, eine Fado-Sängerin aus Portugal, der Kantor der großen Synagoge von Paris, das Tuva-Ensemble aus Sibirien und das Almquartett Bad Goisern.

Hör-Tipp
Ö1 Extra, Donnerstag, 21. Mai 2009, 22:05 Uhr

CD-Tipp
André Heller, "Stimmen Gottes", 4 CDs, erhältlich im Ö1 Shop,
Ö1 Club-Mitglieder bekommen zehn Prozent Ermäßigung.

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André Heller