Entspannung bei Anleihezinsen

Die Wirtschaft in Griechenland schrumpft also noch immer, und die Regierung in Athen muss zusätzliche Reformen durchsetzen, damit weiter Hilfsgeld ins Land fließt. Entscheidend ist auch, zu welchem Zinssatz sich Griechenland Geld vom Finanzmarkt ausborgen kann. Und da hat sich die Lage deutlich entspannt.

Morgenjournal, 16.7.2013

EU-Hilfe wirkt

Für Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit muss Griechenland nur mehr knapp elf Prozent Zinsen zahlen, auf dem Höhepunkt der Krise war es mehr als doppelt so viel. Die Anleger haben wieder Vertrauen in die Euro-Zone, das hat auch mit dem Beschluss der Euro-Finanzminister vor einer Woche tun, weiter Milliarden nach Athen zu überweisen - wenn auch nur unter Bedingungen und in kleineren Raten. Auch die anderen Krisenländern wie Spanien oder Irland können sich übrigens wieder billiger Geld vom Finanzmarkt holen.

Moody's stuft Bank Austria herab

Unerfreuliche Nachrichten gibt es für die UniCredit Bank Austria: die US-Ratingagentur Moody's hat die Bewertung neuerlich hinuntergestuft. Die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten und Einlangen ist von A3, das bedeutet eine sichere Anlage, auf Baa1 heruntergestuft worden - das ist eine durchschnittlich gute Anlage, bei der aber mit Problemen zu rechnen ist, sollte sich die Gesamtwirtschaft verschlechtern. Der Ausblick bleibt negativ. Offenbar macht sich Moody's noch immer Sorgen um Problemkredite in Osteuropa. Dazu kommt, dass vorige Woche auch die Kreditwürdigkeit Italiens und der italienische Konzernmutter UniCredit herabgestuft worden sind. Vor einem Jahr hat Moody’s das Rating der UniCredit Bank Austria schon einmal um eine Stufe gesenkt. Damals wurden auch Raiffeisen und die Erste Bank heruntergestuft.