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ESTHER

Autor

Fritz Hochwälder (Österreich)

Vorlage

gleichnamiges Bühnenstück

Regie

Franz Hölbing

Musik

Heinz Cabas

Bearbeitung

Franz Hölbing

Produktion

ORF-T (Neuproduktion)

Schnitt

Edda Warta

Ton

Herbert Mayr

Mit

Harry Kalenberg (König Ahasver)
Volker Krystoph (Charbona, Polizeipräsident)
Günter Lieder (Tharsis, Hofmaler)
Günter Rainer (Meres, Hofdichter)
Hans Jürgen (Teresch, Torhüter)
Ludwig Dornauer (Bigtan, Torhüter)
Heinz Joachim Klein (Mordechai Stern, Gutsbesitzer)
Eleonore Bürcher (Hadassa Stern, später Esther)
Peter Bäumler (Benjamin, Mordechais Neffe)
Fritz Hörtenhuber (Haman, Diener)
Oliver Karbus (Arisai, Gefängniswärter)
sowie: Johannes Nikolussi, Michael Worsch, Emo Cingl, Franz Kainrath, Rudolf Hießl,
Kurt Müller-Walden, Volkmar Seeböck und Heidemarie Strasser

Inhalt

Der Jude Mordechai Stern hat sich durch Fleiß und Geschicklichkeit vom fahrenden Händler zum reichen Gutsbesitzer im Land des Königs Ahasver emporgearbeitet. Er kann es sich sogar leisten, seiner Nichte Hadassa eine Ausbildung gleich der einer Prinzessin zu finanzieren. Sein Drang zu höherem sozialen Status ist gewaltig. Den langjährigen Diener Hadassas, Haman, wirft er kurzweg hinaus, als der dem Mädchen zu nahe tritt. Und über Vermittlung der Privatlehrer Tharsis und Meres kommt das Mädchen - jetzt zur Verschleierung ihrer jüdischen Herkunft "Esther" (= Stern) genannt - sogar zu höfischen Ehren: als Geliebte des Königs. Mordechai wird in diesem Zusammenhang königlicher Inspizient. Haman indessen geht in die Politik. Es beginnt die Parabel vom Aufstieg der Nazis. Der vorgesehene Pogrom findet freilich nicht statt, weil Hochwälder das 1940 verfaßte und noch auf keiner Bühne aufgeführte Stück in Form einer Fabel von immer noch hochaktueller Ernsthaftigkeit zu einem halbwegs guten Ende führt.

Sendedaten

5. Februar 1983 (NP, 119:32 min )