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REINKARNATION
Autor
Grigorij Gorin (Russland)
Regie
Joachim Staritz
Übersetzung
Günter Jäniche
Produktion
MDR / SR , 1996 (Übernahme)
Ton
SET-Ton-Studio Hans Kölling, Hans Kölling
Mit
Edwin Marian (Wladimir Suikow)
Rudolf Wessely (Professor Sergej Petrowitsch Buranowski)
Johannes Berger (Lautsprecherstimme/Geistlicher)
Inhalt
Welche Absichten dieser Suikow mit seinem Geschwätz über Seelenwanderung eigentlich verfolgt, hat Prof. Buranowski nicht ahnen können. Eigentlich wollte er schlafen im Zug von Petersburg nach Moskau. Aber zunächst ging es erst einmal um Suikows Tochter Mascha, die als Kleinkind schon in fremden Sprachen murmelte und nun von einer Laubhütte in sibirischer Verbannung faselt. Buranowski ahnt immer noch nichts, als Suikow behauptet, sie beide hätten dort gedient, wo das "Genie aller Zeiten" ruht. Er, Suikow, als Wachsoldat und Buranowski eben als berühmter Biochemiker.
Doch dann, als Suikow - auch im Namen eines gewissen Bruder Georgi - knieend seine Bitte vorträgt, einen winzigen Überrest des größten Proletariers zu besorgen, um wenigstens symbolisch den Akt zu vollziehen, auf den alle Welt wartet, - spätestens da muß Buranowski zur Flasche gegriffen haben. - Doch er wird behaupten, er hätte geschlafen im Zug von Petersburg nach Moskau.
Sechs Jahre nach dem Zusammenbruch des Sowjetsystems nimmt diese hintergründige Politsatire den extremen Personenkult auf tragikomische Weise auf die Schippe.
Sendedaten
2. November 1996 (Ü, 54:55 min )
