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ENTWEDER BIN ICH IRR ODER DIE WELT

Autor/in

Matthias Baxmann (Deutschland)

Vorlage

Nach dem Tagebuch "Sangerhausen" und anderen Texten von Einar Schleef

Regie

Ulrich Lampen

Bearbeitung

Matthias Baxmann

Produktion

SWR / WDR , 2006 (Übernahme)

Mit

Sylvester Groth,
Angelika Domröse

Inhalt

Er galt als Zertrümmer und Erneuerer des Theaters. Einer, der keine Grenzen kannte und Begrenzungen mit Lust und Leidenschaft übertrat. 1998 sorgte er für die fulminante Uraufführung von Elfriede Jelineks "Sportstück" am Wiener Burgtheater. Zwei Jahre später erlag Einar Schleef in Berlin einem Herzleiden und wurde in Sangerhausen, seiner Heimatstadt, beerdigt. Schon sehr früh begann der 1944 geborene Schriftsteller und Regisseur Tagebuch zu führen. Er protokollierte seine Kindheit und Jugend in der DDR, schrieb über einen schweren Unfall, den er als Sechzehnjähriger knapp überlebte, charakterisierte und karikierte seine Lehrer, die Jugendverbände, das System. Die Existenz dieser Aufzeichnungen ist seiner Mutter zu verdanken. Sie vergrub die frühen Tagebuchaufzeichnungen des Sohnes im Kohlekeller, nachdem er die DDR 1976 verlassen hatte. Die Stasi war zu faul, sich durch die Kohlen zu wühlen. So überlebten die Aufzeichnungen der 50er und 60er Jahre, die Schleef bis zu seinem Tod fortgeführt, umgeschrieben und immer wieder kommentiert hat. Matthias Baxmann hat aus den nachgelassenen Aufzeichnungen Einar Schleefs das Portrait einer Periode gezeichnet.
Düster, metallisch und autoritär.

Sendedaten

16. Jänner 2007 (Ü, 54:31 min )

Trailer

Entweder bin ich irr oder die Welt, 03:52