Leporello

Franz Schuh über seinen Film "Herr Schuh und die Liebe"

Leporello meldet sich freudig zurück aus der langen Sommerpause und will nicht leugnen, dass noch ein wenig Sehnsucht nach Alltagsferne und allerlei Träumereien nachschwingen. Mit noch schöneren Bildern verbunden als der Sommer ist wohl nur ein anderes Wort: die Liebe.
Der Philosoph Franz Schuh hat über die Liebe nachgedacht:

"Ich bin von Beruf Essayist, und Essayisten beschäftigen sich mit Großbegriffen wie zum Beispiel ‚die Liebe' oder ‚der Tod'. Aber Großbegriffe enthalten viele Fallen: man spricht von Liebe und glaubt zu wissen, was man damit meint."

Was meint man eigentlich, wenn man von Liebe spricht? Unter anderem dieser Frage geht Franz Schuh in seinem Buch "Sämtliche Leidenschaften" nach, das soeben im Zsolnay Verlag erschienen ist; und auch in seinem Filmessay "Herr Schuh und die Liebe", der morgen Abend in der ORF Sendung "kreuz und quer" ausgestrahlt wird, untersucht er das seltsame Phänomen: "Es gibt viele Arten von Zuwendungen, aber die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis ist einer der Gründe, warum das Nachdenken über die Liebe nie aufhört"

"Herr Schuh und die Liebe", unter der Regie von Florian Gebauer entstanden und von Kurt Langbein produziert, ist ein Film mit den Bildern, die wir uns von der Liebe machen. Um das Wesen der Liebe zu begreifen, müssen indes zunächst sämtliche Bilder verschwinden: was bleibt von der Liebe, fragt Franz Schuh, wenn man den ganzen schönen Schein um sie herum weglässt - und bloß die gelebte Wirklichkeit betrachtet? - Gestaltung: Christa Eder

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