Von Tag zu Tag

"Minigehirne" - Möglichkeiten und ethische Grenzen der Stammzellforschung. Gast: Prof. Dr. Jürgen Knoblich, Stammzellforscher und stellvertretender Direktor am Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Moderation: Andreas Obrecht. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Die Stammzellforschung ist ein rasch expandierender Wissenschaftsbereich, der gesellschaftlich durchaus umstritten ist. Die Gewinnung von Stammzellen in frühen embryonalen Entwicklungsstadien, deren gezielte Ausdifferenzierung zu etwa Blut-, Herz-, Leber-, Muskel- oder Nervenzellen, das therapeutische Klonen mit dem Ziel, aus den Körperzellen der Patienten genetisch identes Ersatzgewebe herzustellen - all das und mehr sorgt für hitzige Debatten.

Dem in Wien tätigen Molekularbiologen und Stammzellforscher Jürgen Knoblich und seinem Team ist vor zwei Jahren erstmals die Züchtung eines "Minihirns" gelungen, das erstaunliche Fähigkeiten zur Selbstorganisation aufweist. Anhand dieser neuronalen Organoide lassen sich die Entwicklung und Funktionsweise des menschlichen Gehirns ebenso wie degenerative Erkrankungen besser verstehen und auch neue Behandlungsmöglichkeiten entwickeln. Bahnbrechend sind auch die Erkenntnisse zu Tumorstammzellen, die erklären, warum eine besiegt geglaubte Krebserkrankung wieder auftreten kann.

Andreas Obrecht spricht mit Jürgen Knoblich über den aktuellen Stand der Stammzellforschung und über ethische Grenzen, an die sie zuweilen stößt.

Service

Veranstaltungshinweis:
"Stammzellforschung und Ethik - ein medizinisch-theologischer Disput" zwischen Jürgen Knoblich und Stephan Ernst, Professor für Moraltheologie an der Universität Würzburg, moderiert von ÖAW-Präsident Anton Zeilinger.
Donnerstag, 03. März 2016
18.00 Uhr
Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 2
1010 Wien

Aktuelle Ausstellung:
Stammzellen - Ursprung des Lebens
Naturhistorisches Museum Wien
02.03.2016 - 10.07.2016

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