Tipps für Klein und Groß

1. Jagdmuseum Stainz "Der Wolf auf leisen Sohlen"
2. Vorarlberger Landestheater
3. Klangspuren Barfuß

Früher diente die Jagd der Nahrungsmittelbeschaffung. Später mutierte sie mehr und mehr zum Freizeitvergnügen der herrschenden Bevölkerungsschichten. Aus dem Mittelalter stammt die Einteilung in "Hohe Jagd" die nur dem Adel und der hohen Geistlichkeit vorbehalten war und der "Niederen Jagd". Diese war dem niederen Klerus sowie, wenn überhaupt, Bürgern und Bauern vorbehalten. Erst mit der Revolution von 1848 erweiterte sich das Jagdrecht auf fast alle Bevölkerungsgruppen. Die über viele Jahrhunderte elitäre Jagdtradition beeinflusste auch die Kunst- und Kulturgeschichte. Opulente Feste, heroische Darstellungen, und kunstvolle Waffen begleiteten die adeligen Jagdgesellschaften. Mit der Romantik änderte sich das Jagdverhalten. Bis dahin ging es vor allem um Abschusszahlen. Die Reformen von Erzherzog Johann führten erstmals zu einem wildökologischen Waidwerk. Dementsprechend änderte sich das Bild des Jägers vom adeligen Massentiermörder, hin zum Heger und Pfleger des Wildes.
Spannende Einblicke in die vielschichtige Geschichte der Jagd gibt es für Jung und Alt im Jagdmuseum Stainz in der Nähe von Graz. Neben der Dauerausstellung ist dort derzeit auch die Sonderausstellung "Der Wolf auf leisen Sohlen" zu sehen. Am Samstag den 24. Juni von 10 bis 12 Uhr geht zum Thema "Wolf" ein aufregender Workshop für Kinder ab 4 Jahren über die Bühne. Dabei geht es folgende Themen:
Ist der Wolf tatsächlich so böse und gefährlich? Wovon ernährt er sich wirklich? Wir Menschen haben unsere Sprache, doch sprechen auch Wölfe miteinander? Wölfe können im Gegensatz zu uns kilometerweit hören und riechen. Werden die jungen Wölfe auch "erzogen"? Warum ist der Wolf so wichtig für das Gleichgewicht in unserer Umwelt?


Gleich zwei Jugendtheaterstücke von Sibylle Berg stehen auf dem Programm des Vorarlberger Landestheaters. Es sind dies "Und jetzt: Die Welt - oder es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen". Der Titel des zweiten Stückes lautet: "Dann kam Mirna"
Die letzte Vorstellung der beiden Werke geht für ab 10 Jährige am Samstag den 26. Juni, ab 18 Uhr 30 im Tee-Cafe und im Foyer des Vorarlberger Landestheaters über die Bühne. Darin geht es um Folgendes:
Gnadenlos und zugleich mit großer Zärtlichkeit porträtiert sie in ihren zwei Theaterstücken vier junge Frauen zwischen erotischen Abenteuern, Kindererziehung, Modefragen, Sex, Freundschaft und Fitnessstudio. Obwohl sie zusammen wohnen, kommunizieren sie nur per Skype, SMS, Chat oder Telefon. Und unversehens werden aus unabhängigen modernen Frauen im Selbstfindungsmodus vier Mütter frühpubertierender Mädchen. Spätestens jetzt sollten die überforderten Thirtysomethings erwachsen werden oder zumindest so tun. Aber ihre Töchter nehmen die eigene Erziehung lieber selbst in die Hand und versuchen - ganz nebenbei - auch die eigenen Mütter auf Kurs zu bringen.


Die Klangspuren "Barfuß" sind das Kindervermittlungsprogramm der Klangspuren Schwaz.
Noch bis September können 6 bis 10 Jährige, dort auf Entdeckungsreise in die Welt der Wahrnehmung gehen. Die diesjährige Workshopreihe widmet sich der "Villa Wunder" einem zeitgenössischen Musiktheaterstück für Kinder. So heißt es am kommenden Freitag "Spielzeugkiste im Kinderzimmer". Dabei geht es um singende Kinderbücher, tutende Autos, klapperndes Holzspielzeug und vieles Andere mehr. Und das Beste ist - mit sämtlichen Spielzeugen lässt sich Musik machen! Der Beginn und Treffpunkt bei Diesem, sowie bei allen anderen Workshops der Klangspuren Barfuß in die Klangspurengasse 1 in Schwaz. Die Dauer ist von 14 - 16 Uhr 30, das empfohlene Alter beträgt 6 bis 10 Jahre.

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