Panzernashörner - Dickhäuter mit Seltenheitswert

Bedrohte Dickhäuter.
Friederike von Houwald ist Kuratorin im Zoo Basel und spricht über die Panzernashörner.
Teil 3: Nachwuchs bei den Dickhäutern.
Gestaltung: Anja Petersen

Sie wiegen bis zu zwei Tonnen und haben von allen fünf Nashorn-Arten das wohl markanteste Erscheinungsbild: Panzernashörner verdanken ihren Namen ihrer dicken Haut, die an Stellen wie dem Kopf und Hals stark gefaltet ist und ihnen das charakteristische wuchtige Aussehen verleiht. Nur noch etwa 3.500 der gefährdeten Tiere leben heute in Schutzgebieten in Nord-Indien und Nepal.

Das Panzernashorn besitzt - im Gegensatz zu seinen afrikanischen Verwandten - nicht zwei, sondern nur ein Horn. Dieses besteht hauptsächlich aus Keratin, dem gleichen Material wie menschliche Fingernägel oder Haare.

Die Hörner von gewilderten Tieren sind auf dem Schwarzmarkt stark gefragt. Denn noch immer werden den Nashornprodukten in Teilen Asiens medizinische Wunderkräfte zugeschrieben, obwohl es hierfür keine wissenschaftlichen Beweise gibt. In Vietnam gelten sie als prestigeträchtige Luxusprodukte, die bei erfolgreichen Geschäftsabschlüssen verschenkt oder Gästen in Pulverform zu alkoholischen Getränken serviert werden.

Um langfristig den Erhalt von Panzernashörnern in freier Wildbahn sicherzustellen, wurde in Indien damit begonnen, Tiere aus stabilen Beständen in neue Reservate umzusiedeln. Dadurch soll das Verbreitungsgebiet der seltenen Dickhäuter erweitert werden. Darüber hinaus bemühen sich Zoologische Gärten - wie der Zoo Basel - um den Schutz und die Zucht der Dickhäuter.

Service

INTERVIEWPARTNERIN:

Dr. Friederike von Houwald
Kuratorin
Zoo Basel

Save the Rhino

International Rhino Foundation


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