Lightpainting

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Was ist ein Bild?

Ein Porträt des Kunsthistorikers Gottfried Boehm
Von Nikolaus Halmer

Seit der digitalen Revolution ist die Rede von einer Bilderflut, die die menschliche Wahrnehmung überschwemmt, aber eine suggestive Faszination auf den Betrachter ausübt. Diese Fokussierung auf das Bildliche bezeichnete der Kunsthistoriker Gottfried Boehm als "iconic turn": Das Bild wird nicht mehr als bloße Abbildung der Realität verstanden, vielmehr ist es das Ergebnis eines kreativen Prozesses.

Es entfalte eine "ikonische Logik", so Boehm, die die Wirklichkeit eigenständig deutet. Boehm befasst sich mit dem zunehmenden Stellenwert von Bildern in der modernen Kultur und hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Theorie, was eigentlich ein Bild ist, wesentlich mitgeprägt. - Ein Porträt des in Basel arbeitenden Kunsthistorikers, der dieser Tage seinen 75. Geburtstag feiert.

Service

Literatur

Gottfried Boehm: Wie Bilder Sinn erzeugen. Die Macht des Zeigens, Berlin University Press

Gottfried Boehm: Paul Cezanne-Montagne Sainte-Victoire. insel taschenbuch Band 826, antiquarisch erhältlich

Gottfried Boehm, Horst Bredekamp (Herausgeber): Ikonologie der Gegenwart, Wilhelm Fink Verlag

Ralph Ubl (Herausgeber), Gottfried Boehm: Die Sichtbarkeit der Zeit. Studien zum Bild in der Moderne, Wilhelm Fink Verlag

Gottfried Boehm, Emmanuel Alloa, Orlando Budelacci, Gerald Wildgruber (Herausgeber): Imagination, Suchen und Finden, Wilhelm Fink Verlag

Gottfried Boehm, Sebastian Egenhofer, Christian Spies (Herausgeber):
Zeigen. Die Rhetorik des Sichtbaren, Wilhelm Fink Verlag

Ulf Küster (Herausgeber): Claude Monet: Licht, Schatten und Reflexion, Fondation Beyeler, Texte: Maria Becker, Gottfried Boehm, Ulf Küster, Philippe Piguet, James H. Rubin, Hatje Cantz Verlag

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