In einem grünen Licht sieht man den Schatten eines Mannes, der auf sein Smartphone starrt.

APA/AFP/PAU BARRENA

Suchtmittel Smartphone

1. Wie Technologien Abhängigkeiten erzeugen.
Gestaltung: Lukas Plank
2. Auf der Suche nach dem Supercomputer. Über neue Lösungsansätze und Probleme bei der Entwicklung von Computerarchitekturen.
Gestaltung: Mariann Unterluggauer
3. Verheerend. Falschnachrichten als medialer Orkan.
Gestalung: Elke Ziegler

1. Wer kennt das nicht: Man bleibt noch kurz sitzen und klickt sich am Computer durch ein paar weitere E-Mails - schließlich tut es irgendwie gut, wenn im digitalen Postfach keine ungelesenen Nachrichten mehr sind. Oder man scrollt von einem Beitrag zum nächsten, obwohl man eigentlich nur ganz kurz auf Facebook vorbeischauen wollte. Soziale Medien und Apps schaffen es recht gut, uns immer wieder aufs Neue an sie zu fesseln. Der Sozialpsychologe Adam Alter geht einen Schritt weiter: In seinem Buch Unwiderstehlich. Der Aufstieg suchterzeugender Technologien und das Geschäft mit unserer Abhängigkeit warnt er davor, dass uns moderne Alltags-Technologien abhängig machen. Lukas Plank hat mit Alter über dessen beunruhigende Thesen gesprochen.

2. Bioinformatik ist eines von vielen Feldern, das ohne High-Performance-Rechner nicht mehr denkbar ist. Der Alltag von Bioinformatikern wird wie in keinem anderen Informatikbereich bestimmt von einer ständig anwachsenden Datenflut. Die Wissenschafter/innen beklagen aber schon seit Langem, dass die derzeit verwendete Computerarchitektur für die Bewältigung ihrer Aufgaben untauglich ist.

Die Suche nach neuen Lösungen im Bereich Computing gewinnt derzeit noch aus einem anderen Grund an Relevanz: Durch die Entdeckung von Sicherheitslücken wie Meltdown und Spectre in Computerchips sieht sich die Industrie erstmals dazu gezwungen, nicht von einer Steigerung der Berechnungszeiten zu sprechen, sondern von einer Drosselung als Lösung der Probleme.
Wie es in der High-Performance Computing Architecture weitergehen soll, das versucht Mariann Unterluggauer auf der gleichnamigen Konferenz Ende Februar in Wien herauszufinden.

3. Falsche Meldungen verbreiten sich weiter, schneller und tiefer als wahre Nachrichten. Das ist das Ergebnis der größten Studie zur Verbreitung von Fake News. Sie ist diese Woche, Donnerstag, in der renommierten Zeitschrift "Science" erschienen. Falschnachrichten sind auch mit anderen Emotionen verknüpft, nämlich primär mit Angst, Abscheu und Überraschung - im Gegensatz zu wahren Meldungen, die etwa Freude und Vertrauen transportieren. Elke Ziegler fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen.

Moderation und Redaktion: Franz Zeller

Service

Adam Alter

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Gestaltung

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