Marlen Schachinger

RAINER STOCK

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"An meiner Hand geht ein kleines Mädchen. Es sieht aus wie ich." Die Schriftstellerin Marlen Schachinger. Feature von Mahmod Lamine und Judith Müller

Die gebürtige Oberösterreicherin Marlen Schachinger schreibt häufig über Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft bewegen, die Missgunst und Ausgrenzung erfahren und die von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt werden. Und häufig haben sie eine rätselhafte Herkunft und Identität.

In Schachingers erstem Roman, "morgen, vielleicht" spaltet sich die Protagonistin Magdalena in zwei Personen - Magda und Lena - auf. Die eine ist gerade geschieden und erhält das Sorgerecht für die Kinder, die andere lässt alles hinter sich und wird Schriftstellerin. In zwei Welten lebt auch die Protagonistin ihres Romans "Martiniloben".

Als Intellektuelle an der Universität, wo sie ein
"aggressives Gegeneinander" und permanenten Stress erlebt - und die scheinbar idyllische Welt in einem Weinviertler Dorf, wo sie sich aber doch als Fremde empfindet.
Mahmoud Lamine und Judith Müller haben die Autorin auf ihrem alten Bauernhof unweit von Laa an der Thaya besucht.

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