Pyramiden in Kairo

AFP/MOHAMED EL-SHAHED

Vom Weltwunder zum Weltreich

Das pharaonische Ägypten, ein Überblick. Mit Manfred Bietak, Ägyptologe an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Gestaltung: Robert Weichinger

Durch die Vereinigung von Unter- und Oberägypten erlebte das Land am Nil ab etwa 2665 v. Chr. eine erste Blütephase unter den pharaonischen Herrschern. Ein bürokratisches Staatswesen wurde aufgebaut. Die noch heute zu bewundernden Pyramiden von Gizeh und Sakkara entstanden. Das sogenannte "Alte Reich" hält 500 Jahre und zerbricht schließlich an den Autonomiebestrebungen der Provinzen.

Nach einer Zwischenzeit entsteht um etwa 2130 vor unserer Zeitrechnung das "Mittlere Reich", das etwa 500 Jahre später von dem nomadischen Reitervolk der Hyksos erobert wurde. Doch um 1555 v. Chr. entstand das Pharaonenreich aufs Neue und wurde mächtiger als jemals zuvor. Unter Tutmosis I. wurde Nubien erobert, und unter Tutmosis III. erreichte das Pharaonenreich seine größte Ausdehnung, reichte im Osten bis an den Euphrat und im Süden bis in den Sudan.

Unter Amenophis IV., der sich nach seinem Bruch mit der Amun-Priesterschaft, Echnaton nannte, vollzog sich eine Art Kulturrevolution. Die Hälfte aller noch heute erhaltenen Tempel und Statuen geht allerdings auf Ramses II. zurück. In seiner überaus langen Regierungszeit erwies er sich als Vorläufer eines geschickten PR-Strategen. Bald nach seinem Tod zerfiel das Reich in rivalisierende Fürstentümer.

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