Verena Stauffer auf der Suche nach der Königin der Orchideen

"Orchis" von Verena Stauffer. Es liest: Harald Bodingbauer. Gestaltung: Daniela Wagner

Mitte des 19. Jahrhunderts begibt sich der leidenschaftliche Orchideenforscher Anselm auf eine Expedition nach Madagaskar. Nach einer wochenlangen Schiffsreise betritt der Botaniker eine üppige Insel, deren Luft nach Vanille, Rhabarber und Zimt duftet. In dieser berauschenden Welt aus Pflanzen und Tieren findet Anselm, wonach er sich so lange gesehnt hat: seine Lieblingsorchidee, den Stern von Madagaskar.

Die Reise zurück in sein Heimatland tritt Anselm zunächst vollends erfüllt und mit botanischen Schätzen an. Doch daheim angekommen ist er ein anderer, innerlich wie äußerlich. Aus seiner Schulter wächst eine Orchidee und er bedarf der Betreuung eines Nervenarztes. Glücklicherweise setzt rasch Erholung ein, seiner wissenschaftlichen Laufbahn scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch der aufkeimende Darwinismus stellt seine Theorien auf den Kopf und so führt ein rascher Aufbruch wieder in den Osten, diesmal in das ferne China.

Die Autorin Verena Stauffer wurde 1978 in Kirchdorf an der Krems/Oberösterreich geboren. Sie studierte Philosophie in Wien und ist seit Jahren literarisch tätig. Stipendien und Preise, wie der Manuskripte-Förderpreis 2017, belegen die Wertschätzung ihrer Arbeit. Ihr Lyrikdebüt "Zitronen der Macht" erschien 2014 im hochroth Verlag. "Orchis" ist ihr erster Roman.

Service

Verena Stauffer, "Orichs", Kremayr & Scheriau, 2018

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