Heinz Fischer im Studio

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Die Geschichte der Ersten Republik. Erzählt von Heinz Fischer.

Die Geschichte der Ersten Republik. Erzählt von Heinz Fischer.
Teil 3: Die Jahre 1929 bis 1934. Gestaltung: Martin Bernhofer

Wie Österreich in den Jahren 1929 bis1934 zum Ständestaat umgebaut wurde, erzählt Heinz Fischer im dritten Teil seines historischen Streifzugs. Im Umfeld des Faschismus in Italien, der Diktatur Horthys in Ungarn und der Machtergreifung Hitlers in Deutschland wurde auch in Österreich Schritt für Schritt ein autoritäres Regime etabliert.

Die Verfassungsreform des Jahres 1929 war der letzte größere politische Konsens der Parlamentsparteien. Bei Neuwahlen im Jahr 1930 erreichte die NSDAP zwar kein Grundmandat, erhielt aber bei ihrem ersten Antreten bereits mehr als 100.000 Stimmen.1931 betrat Engelbert Dollfuß die politische Bühne in einer Zeit heftiger Turbulenzen. Der steirische Heimwehrführer Walter Pfriemer versuchte nach dem Vorbild von Mussolinis "Marsch auf Rom" einen Umsturz in Wien, scheiterte aber an der mangelnden Unterstützung außerhalb seines Bundeslandes.

Ab dem Jahr 1932 setzte Engelbert Dollfuß als Bundeskanzler das kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz aus dem Jahr 1917 dazu ein, autoritär zu regieren. Eine missglückte Abstimmung im Nationalrat im März 1933 nützte er für die Ausschaltung des Parlaments. Die Todesstrafe wurde wieder eingeführt, politische Gegner im Anhaltelager Wöllersdorf zusammengezogen. Nach dem kurzen Bürgerkrieg im Februar 1934 und der Auflösung der Parteien wurde mit der neuen ständestaatlichen Verfassung die "Vaterländische Front" zur zentralen politischen Kraft.

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