Max Reinhardt

ÖNB

Dem Schauspieler gehört das Theater

Zum 75. TT. des Theatermachers Max Reinhardt. Mit Hilde Haider-Pregler, Inst. f. Theater-, Film-, Medienwissenschaft, Universität Wien.
Gestaltung: Robert Weichinger

Max Reinhardt machte im deutschsprachigen Theater des 20. Jahrhunderts aus dem Spielleiter, der vorgab, wer von wo aufzutreten hatte, den modernen Theaterregisseur. Erst von ihm ab, der eigentlich ein Theatertraditionalist war, ist von modernem Regietheater zu sprechen. Ob intimes Kammerspiel oder eine Massenszene im Großraum, stets beeindruckte Reinhardts Fähigkeit der Schauspielführung und die Erschaffung neuer szenischer Möglichkeiten.

9.9.1873 als Maximilian Goldmann in Baden bei Wien geboren, begann er als Schauspieler. Kam 1894, nach mehreren vorangegangenen Engagements, ans Deutsche Theater in Berlin. 1905 pachtete er dieses Theater und eröffnete drei Jahre später die Kammerspiele des Deutschen Theaters. Weitere Spielstätten wurden Teil von Reinhardts Theaterimperium, was ihm auch Kritik und vor allem Neid einbrachte. Seine Inszenierungen wurden auf zahlreichen Tourneen quer durch Europa und die USA präsentiert.

1920 war Reinhardt Mitbegründer der Salzburger Festspiele. 1924 wurde er Direktor des Theaters in der Josefstadt, er ließ das Theater völlig neu ausstatten. Reinhardt war auch ein bedeutender Schauspielpädagoge. 1928 wurde im Schlosstheater Schönbrunn das nach seiner Konzeption eingerichtete "Schauspiel- und Regieseminar" eröffnet, später, "Max Reinhardt Seminar". Auch im amerikanischen Exil in Hollywood gründete er eine Ausbildungsstätte.
Am 31. Oktober 1943 starb Max Reinhardt in New York.

Reinhardts Schauspieler-Theater entfaltete sich im Rahmen der Institutionen der bürgerlichen Theaterkultur und schuf spektakuläre Theatererlebnisse, die Teil der Theater- und Geistesgeschichte wurden.

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