Die Limousine mit dem angeschossenen John F. Kennedy auf dem Weg ins Spital

AP/JUSTIN NEWMAN

Dallas im November

Die Ermordung von John F. Kennedy. Mit Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck, und Publizist.
Gestaltung: David Winkler-Ebner

Kennedy war seit dem 20. Jänner 1961 35. US-Präsident und mit 43 Jahren der jüngste in dieses Amt gewählte Politiker. Mit ihm und seiner Frau Jacqueline schien ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Dieser Präsident hatte Charisma, er verkörperte Jugendlichkeit, Hoffnung auf Fortschritt, Freiheit und Frieden und war eine starke Führungspersönlichkeit. In seine Amtszeit fallen die zwei gefährlichsten Krisen des Kalten Krieges: Berlin und Kuba. In der Innenpolitik fokussierte er die Nation auf den Flug zum Mond; in der Bürgerrechtsbewegung leitete er Reformen ein.

Er wurde am 22. November 1963 um 12.30 Uhr in Dallas/Texas in der Elm Street von zwei Schüssen getroffen und eine halbe Stunde später offiziell für tot erklärt. Amerika fiel in Schockstarre.

Als Täter wurde Lee Harvey Oswald verhaftet, der zwei Tage später von dem Nachtklubbesitzer Jack Ruby vor laufenden Fernsehkameras erschossen wurde. Eine Untersuchungkommission bestätigte ein Jahr später, dass Oswald der alleinige Täter war. Also keine Verschwörung: keine Mafia, keine CIA, kein Fidel Castro? Viele bezweifeln das bis heute. Ein Großteil der Kommissionsakten war bis 2017 unter Verschluss. US-Präsident Donald Trump hat die meisten von ihnen im letzten Jahr freigegeben. Neue Enthüllungen gab es leider nicht.

Der Mythos Kennedy aber lebt fort. Es lohnt, sich an ihn zu erinnern - auch mit Blick auf seine Nachfolger im Weißen Haus.

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