Vom Leben auf der Straße

Obdachlosigkeit und soziale Ausgrenzung
Gestaltung: Daphne Hruby

Immer mehr Menschen in Österreich haben kein Dach über dem Kopf. 15.000 sind es im Moment - offiziell. Denn viele Obdachlose werden in der Statistik gar nicht berücksichtigt. Aktuelle Entwicklungen in der Armuts- und Sozialpolitik, wie die geplanten Kürzungen bei der Mindestsicherung, aber auch stetig steigende Mietpreise, könnten diese Problematik noch weiter verschärfen. Auf der Straße kann man schneller landen, als man denkt.

Obdachlose und andere Randgruppen werden zunehmend aus dem öffentlichen Raum verdrängt: Durch diverse Alkohol- und Bettelverbote, aber auch neue Sitzbänke, die extra so konstruiert sind, dass niemand darauf liegen kann.
Dabei zeigen Sozialprojekte und Initiativen, dass Obdachlosigkeit keine Endstation sein muss. Neben Notquartieren werden zusehends auch längerfristige Hilfsmaßnahmen wie etwa "Housing First" forciert. Hier bekommen Betroffene einen unbefristeten Mietvertrag und werden bei der Wohnungserhaltung unterstützt. Die Erfolgsrate von "Housing First" liegt in Wien bei mehr als 90 Prozent.

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