Wienmuseum bei Nacht

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Sperrstunde im Wien Museum

Abschied mit Pauken und Trompeten

Im Wien Museum am Karlsplatz gibt es derzeit nur ein Gesprächsthema: die Schließung des Museums. Das denkmalgeschützte Haus wird nach 60-jährigem Bestehen einer längst überfälligen Generalsanierung unterzogen. Davor wird der "Haerdtl-Bau" zum Abschied aber noch gebührend gefeiert, und zwar vom 19. Jänner bis zum dritten Februar. In diesen zwei Wochen verabschiedet sich das Museum "mit Pauken und Trompeten" unter dem bezeichnenden Motto "Sperrstunde" und einem dichten Programm musikalischer Darbietungen von "Freunden" des Museums, wie etwa dem Klangforum Wien, den Strottern gemeinsam mit der Franui Musicbanda oder dem Schmusechor. Aber auch mit Performances, einer Theaterproduktion und natürlich mit Gesprächen und Diskussionen, Führungen und Ausstellungen, wie jener mit dem Titel "der fliegende Teppich".
In Kooperation mit dem Wiener Jugendcollege haben hier nach Wien geflüchtete Jugendliche Werke und Installationen geschaffen, die Wien als ihren momentanen oder neuen Lebensraum thematisieren. Dabei stehen Orte, die an ihr ursprüngliches Zuhause erinnern, Plätzen gegenüber, an denen sie sich heute aufhalten. Inspiriert von Objekten der Sammlungen im Wien Museum setzen sie sich zudem mit dem musealen Wien-Bild auseinander. Damit es für solche Projekte künftig genügend Platz gibt, wird das Wien Museum in den nächsten Jahren nicht nur renoviert, sondern mit zwei weiteren Stockwerken um 5000 Quadratmeter erweitert. Bis zur Fertigstellung ist das Wien Museum mit Ausstellungen, Veranstaltungen und seinem Kaffeehaus übrigens im MUSA anzutreffen.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer

Service

Wien Museum
Kostenfreie Podcasts:
Leporello - XML
Leporello - iTunes

Sendereihe