Matera - Italiens Kulturhauptstadt 2019

Reportage aus einer Stadt mit einer uralten Siedlungsgeschichte und versteckten Kunstschätzen
Gestaltung: Tassilo Forchheimer und Jan-Christoph Kitzler

Matera in der Region Basilikata war jahrzehntelang ein Symbol für die Armut des italienischen Südens - verewigt in Carlo Levis Buch "Christus kam nur bis Eboli". Jahrzehntelang waren die "Sassi", altertümliche, in Felsen gegrabene Wohnsiedlungen, vergessene Orte. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg lebten die Bewohner in diesen Höhlen, ohne Strom und fließendes Wasser. Matera galt als Stadt der "nationalen Schande". Gesetze wurden erlassen, damit die Menschen aus ihren Höhlen in moderne Wohnungen umziehen.

Doch 1993 wurden die Höhlen in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Inzwischen haben sich dort viele Handwerker niedergelassen. Wer heute nach Matera kommt, kann in einer Höhle übernachten und durch die faszinierenden Gassen spazieren. Aus der "Schande" ist der Stolz Italiens geworden. 2019 wurde Matera mit dem Titel "Europäische Kulturhauptstadt" geadelt.

Sendereihe